Donnerstag, 9. Dezember 2021
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Mühlenwirtschaft 2021: Dinkelvermahlung erneut gestiegen

Bonn. (ble) Im Wirtschaftsjahr 2020/2021 vermahlten die 185 deutschen Handelsmühlen rund 8,76 Millionen Tonnen Getreide. Davon entfielen rund 310.000 Tonnen auf Dinkel, das sind fast 60.000 Tonnen mehr als im Vorjahr. Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) hat jetzt die aktuellen Daten zur Mühlenwirtschaft 2021 veröffentlicht.

Die Anzahl der Mühlen nahm um weitere zwei Mühlen ab, sodass im aktuellen Wirtschaftsjahr 185 Mühlen tätig waren. Die insgesamt vermahlene Getreidemenge verteilt sich auf rund 7,3 Millionen Tonnen Weichweizen, 670.000 Tonnen Roggen, fast 310.000 Tonnen Dinkel sowie 440.000 Tonnen Hartweizen. Die durchschnittliche Vermahlung pro Mühle ist mit 47.351 Tonnen nahezu gleich geblieben.

Es wurden knapp 310.000 Tonnen Dinkel vermahlen, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um fast 60.000 Tonnen entspricht. Hieraus wurden 242.000 Tonnen Dinkelmehl hergestellt. Die größte Rolle spielt hierbei weiterhin die Type 630, die – wie auch im Vorjahr – fast 70 Prozent des hergestellten Dinkelmehls ausmacht, gefolgt von rund 51.000 Tonnen (etwa 21 Prozent) hergestelltem Vollkorndinkelmehl.

Verschiebung in nahezu allen Mühlen-Größenklassen

Zwischen den einzelnen Größenklassen der meldepflichtigen Mühlen kam es zu einigen Verschiebungen. So befinden sich in der Größenklasse 5.000 bis 10.000 Tonnen drei Mühlen weniger als im Vorjahr, ebenso in der Größenklasse 25.000 bis 50.000 Tonnen. In der Größenklasse 10.000 bis 25.000 Tonnen befinden sich drei Mühlen mehr und in der Größenklasse 50.000 bis 100.000 Tonnen zwei Mühlen mehr. In den Größenklassen bis 5.000 Tonnen und über 200.000 Tonnen gab es keine Veränderung der Anzahl.

Kleine Betriebe spielen weiterhin vor allem in der Region Süd eine Rolle. Von 97 meldepflichtigen Mühlen haben 55 eine Vermahlung von weniger als 5.000 Tonnen. Hierin enthalten sind auch 21 Mühlen (18 davon in der Region Süd), die unter 1.000 Tonnen vermahlen. Diese Betriebe melden, da sie aufgrund anderer Erhebungsmerkmale meldepflichtig sind, etwa als Mischfutterhersteller oder Schälmühlen, berichtet die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).