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20150810-MUELLER-BROT

Müller-Brot: Manager stehen bald vor Gericht

München. (eb) «Ankerbrot AG sieht sich auf gutem Weg», «Stauffenberg Brot schlittert in die Insolvenz», «Löwenbäcker wird abgewickelt». Wer 2012 in den Sog der aus eigenem Verschulden implodierenden Großbäckerei Müller Brot geriet, der lebte gefährlich. Ein in jeder Hinsicht spannendes Branchenjahr, bei dem man manchmal nicht genau wusste, wer Opfer und wer Täter ist – die bayerischen Überwachungsbehörden mit eingeschlossen. Mitte 2012 übernahmen dann Höflinger/Müller das, was von der ehemals stolzen Großbäckerei übrig geblieben war und brachten Ruhe in den Fall. Der war damit allerdings nicht abgeschlossen und harrte der juristischen Aufarbeitung. Bald soll es soweit sein: Wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) unter Berufung auf den Vizepräsidenten des Landgerichts Landshut schreibt, sollen sich sechs Angeklagte aus dem früheren Management von Müller-Brot ab dem 02. November vor dem Landgericht Landshut verantworten. Die Geschäftsführer sind demnach – neben mutmaßlichen Verstößen gegen das Lebensmittelrecht – auch wegen Insolvenzverschleppung und Betrugs zu Lasten einer Reihe von Lieferanten angeklagt. Details nennt der SZ-Bericht «Der Fall Müller-Brot kommt vor Gericht».

Bildquelle: Petri Dishes (Title) | Photo by Ken Hammond (Author) | USDA (Source) | Image Number K8649-2