Freitag, 30. September 2022
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MVP: Wirtschaftsdelegation zu Gast in China

Schwerin. (eb) Mecklenburg-Vorpommerns Landesminister Dr. Till Backhaus (MLU) unternimmt – nach seinem Besuch in Changsha 2015 – erneut eine Reise nach China. Vom 25. bis 30. November war/ist der Minister unterwegs auf Einladung der Provinz Hunan zusammen mit Vertretern der Landesregierung, der Industrie- und Handelskammern Schwerin und Neubrandenburg sowie mit Unternehmern aus den Bereichen Umwelttechnik, Landschaftspflege und Ernährungswirtschaft in den Südosten der Volksrepublik. «China steht in der Liste der wichtigsten Handelspartner für Mecklenburg-Vorpommern auf Rang acht. Unser Ziel ist es, die wirtschaftlichen Beziehungen nach Hunan zu intensivieren», sagt Backhaus in einer Mitteilung. Kooperationen hätten sich bislang zum Beispiel im Bereich Lebensmittelverarbeitung und Ernährungswirtschaft ergeben. Derzeit würden aus Mecklenburg-Vorpommern hauptsächlich Backwaren und Naturprodukte nach China exportiert.

Chongqing und Sachsen rücken zusammen

Mit einer großen Wirtschaftsdelegation war neulich auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich in China unterwegs – anlässlich der Regionalpartnerschaft mit der Provinz Hubei, die sich zum zehnten Mal jährte. Mit dabei war auch Thomas Schmidt, Sachsens Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft. Die gut einwöchige Reise führte nach Wuhan und Yichang in der Provinz Hubei sowie nach Chongqing und Shanghai. Das Besuchsprogramm war sehr umfangreich und Details lassen sich hier, hier und hier nachlesen. Interessant aus Sicht der Ernährungswirtschaft:

  • Erwähnenswert ist grundsätzlich, dass in der staatlich gelenkten Marktwirtschaft Chinas Wirtschaftsdelegationen als politische Türöffner – gerade für kleine und mittlere Unternehmen – eine große Bedeutung besitzen.
  • In Shanghai nahmen Unternehmen aus der sächsischen Ernährungswirtschaft gemeinsam mit Staatsminister Schmidt an einem Workshop sowie einem sogenannten «Store Check» teil. Dabei verschafften sich die Unternehmer ein Bild über die Herausforderungen, die mit der Markteinführung von Lebensmitteln in China verbunden sind.
  • Am vorletzten Tag der Delegationsreise nach China hat Sachsens Staatsminister Schmidt konkrete Projekte vereinbart, die gemeinsam mit der rund 30 Millionen Einwohner zählenden Metropole Chongqing umgesetzt werden sollen. Dazu gehört auch eine Zusammenarbeit bei der Berufsausbildung, zum Beispiel in Berufen der Ernährungswirtschaft (auch Bäcker).

Der Freistaat Sachsen und die Provinz Hubei kooperieren seit einer Partnerschaftsvereinbarung 2007 in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Umweltschutz, Bildung und Weiterbildung sowie Kunst und Kultur. Seit 2009 ist China Sachsens wichtigster Exportmarkt. Im Jahr 2016 belief sich das Exportvolumen auf 5,5 Milliarden Euro. Interessant zu wissen: Während Chongqing auf gut 30 Millionen Einwohner kommt, zählt ganz Sachsen immerhin rund 4.080.000 Einwohner.

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