Samstag, 31. Oktober 2020
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Neue Bestimmung: Sankt Bonifatius wird Backstube

Gelsenkirchen. (div) Falls es Sie interessiert, wohin es Zippers Brötchentüten schon mal verschlagen kann, sehen Sie nach auf Zippers Website – Sie werden staunen. «Zipper» ist die Bäckerei Zipper GmbH aus Gelsenkirchen. Das gut 60-köpfige Team um Geschäftsführer Christian Zipper bewirtschaftet heute sieben Filialen und bekommt demnächst deutlich mehr zu tun.

Zippers Produktion liegt nur einen Steinwurf entfernt von der ehemaligen Kirche Sankt Bonifatius, die, 1963 gebaut, 2007 schon wieder geschlossen wurde. Ein interessanter Bau, ein ganzes Ensemble gar, von dem man bis heute nicht genau wusste, ob es abgerissen wird und einem Discounter Platz macht – womöglich mit angeschlossener Aufbäckerei und damit schärfste Konkurrenz zu Zippers.

Christian Zipper (46), der die Kirche in jungen Jahren schon als Messdiener kennengelernt hatte, wird Sankt Bonifatius jetzt kaufen und umbauen, denn: «Unsere nur 50 Meter weiter angesiedelte Backstube platzt aus allen Nähten», sagt der Unternehmer in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) unter der Überschrift «St.-Bonifatius-Kirche in Gelsenkirchen-Erle soll Backstube werden».

Konkret plant Zipper drei Bauabschnitte. Verlaufe alles nach Plan, könnten die neue Backstube und das neue Café Mitte 2017 eröffnen. Das Vorhaben, aus einer Kirche eine Backstube zu machen, ist für das Bistum Essen eine völlig neue Erfahrung. Doch alle Beteiligten wirken in der Lokalreportage erleichtert und glücklich, für Sankt Bonifatius eine sinnvolle Verwendung gefunden zu haben.