Mittwoch, 7. Dezember 2022
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Neue Emnid-Studie: 69 Prozent wollen die Ampel

Berlin. (ots) Die Zustimmung zur Ampelkennzeichnung ist weiter gewachsen. 69 Prozent der Bundesbürger fordern von der Bundesregierung, sich für die Nährwert-Ampel einzusetzen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut Emnid im Auftrag der Verbraucherorganisation Foodwatch. Da der WebBaecker nicht weiß, wie offen oder gezielt die Fragen gestellt wurden, wollen wir der Befragung eine gesunde Skepsis entgegenbringen. Wie auch immer: Auf die gleichlautende Frage hatten Ende Januar 2009 bereits 67 Prozent der Befragten «Ja» zur Ampel gesagt. Noch klarer sei die Haltung der Bundesbürger zum «geplanten EU-weiten Ampel-Verbot»: Vier von fünf Bürgern (77 Prozent) fordern die Bundesregierung auf, eine solche Regelung nicht zu akzeptieren. Stattdessen soll sie sich für eine Öffnungsklausel einsetzen, die die Einführung der Ampel-Kennzeichnung in Deutschland ermöglicht. Foodwatch ruft die Bundesregierung auf, die «Ampel-Verbotspläne» zu stoppen. Wie die Verbraucherorganisation sagt, werde derzeit in der EU ein Gesetz geplant, das eine industriefreundliche Nährwertkennzeichnung als verbindlich festschreiben und jede nationale Abweichung ausdrücklich verbieten würde. Dies belege ein Rechtsgutachten, das Foodwatch vergangene Woche veröffentlicht hatte (siehe WebBaecker 30/2009). Erforderlich sei daher eine Öffnungsklausel, mit der den EU-Mitgliedern ermöglicht werde, verbraucherfreundliche Nährwertkennzeichnungen wie das Ampel-System auf nationalstaatlicher Ebene einzuführen.

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