Freitag, 30. September 2022
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NGG: 4,4 bis 6,4% mehr Geld im Bäckerhandwerk Hessen

Frankfurt / Main. (ngg) Die knapp 14.000 Beschäftigten im hessischen Bäckerhandwerk bekommen mehr Geld. Die Löhne und Gehälter steigen am 01. August um 2,4 Prozent für alle Beschäftigten im Verkauf, für alle anderen Berufsgruppen um 2,2 Prozent. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit. NGG-Geschäftsführer Peter-Martin Cox nennt den Tarifabschluss mit dem Bäckerinnungsverband Hessen (BIV) einen «wichtigen Schritt zu mehr Lohngerechtigkeit». Im Verkauf profitierten besonders Frauen.

Gelernte Bäckereifachverkäuferinnen erhalten im Juni 2018 ein weiteres Plus von 2,6 Prozent. Für Verkaufsbeschäftigte im ersten und zweiten Berufsjahr gibt es sogar zusätzliche 40 Cent pro Stunde oben drauf. «Damit erhöht sich die Attraktivität des Berufsbildes deutlich», sagt Cox. Zugleich erhalten Quereinsteiger im Verkauf 2,4 Prozent mehr Geld. Alle übrigen Berufsgruppen, etwa in der Produktion oder Logistik, bekommen eine Lohnerhöhung von 2,2 Prozent. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Mai 2019.

Profitieren können auch viele der insgesamt rund 8.500 Minijobber in der Branche, betont Cox. «Hier gilt: Wer Gewerkschaftsmitglied ist, hat einen Rechtsanspruch auf das tarifliche Lohn-Plus. In der Praxis bekommen Minijobber oft lediglich den Mindestlohn von 8,84 Euro pro Stunde», berichtet Cox. Nach dem neuen Tarifvertrag liegt der niedrigste Stundenlohn dagegen bei 9,86 Euro.

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