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Nicht nur in Dithmarschen: Kohlbrot aus Schleswig-Holstein

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Rellingen. (bkv) Wenn die ersten Blätter fallen, dann ist der Kohl reif und überwiegend in Dithmarschen finden dann die Kohltage vom 18. bis 23. September statt. Jedes Jahr um diese Zeit bereiten sich Kohlbauern und Einwohner, doch auch das Bäckerhandwerk auf diesen Saisonstart vor. Sechs Tage lang dreht sich im Landstrich zwischen Hamburg und Sylt alles um das knackige, vitaminreiche Gemüse.

Aber nicht nur in Dithmarschen, sondern in ganz Schleswig-Holstein freut man sich auf die Kohltage, denn längst hat der Dithmarscher Kohl seine Kreisgrenzen überschritten und begeistert das ganze Land. Immerhin stammen drei Viertel des Kohls in Deutschland aus heimischen Anbau und wird nicht importiert; eine echte regionale Spezialität also.

Was man aus Kohl machen kann, das beweisen die Schleswig-Holsteiner Traditionsbäckern.

Wer kräftiges Zwiebelbrot mag, wird sicher begeistert sein von den Kohl-Brot-Kreationen der Traditionsbäcker. Der hohe Anteil an frischem Kohl macht das Brot besonders saftig und herzhaft. Weitere Bestandteile der verschiedenen Brotrezepte können, neben Weizen- und Roggenmehl, auch Wurzeln, geröstete Zwiebeln, Kräuter, Sesam und für die Bekömmlichkeit etwas Kümmel, sein. Fürs Auge und den Geschmack kann man auf dem Brot Schwarzkümmel, Gouda oder Sesamsaat finden.

Jetzt heißt es: Losziehen und probieren. Denn diese ganz besondere Brotspezialität gibt es nur für kurze Zeit ab Mitte September in den Verkaufsstellen der Traditionsbäcker.

Wissenswertes über Kohl

Kohl wurde bereits im dritten Jahrhundert vor Christus nachgewiesen. Aus griechischen und italienischen Gärten verbreitete sich das Gemüse im Laufe der Zeit in ganz Europa. Seit dem 16. Jahrhundert ist Kohl auch in deutschen Beeten zunehmend zu finden, es soll aber schon Sorten im 11. Jahrhundert gegeben haben. Bereits unsere Ahnen wussten, wie gesund Kohl ist und er galt als Heil- und Arzneipflanze. Schon die alten Griechen führten auf ihren Kriegszügen immer Kohl mit sich: Zum einen, weil die Köpfe ein gut haltbares Lebensmittel waren, und zum anderen, weil ihre Blätter als Verbandsmaterial dienten.