Sonntag, 28. November 2021
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Oberösterreich: Bäckerei Jungwirth temporär in Zahlungsnot

Wien / AT. (akv) Wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) berichtet, hat das Landesgericht Ried im Innkreis über das Vermögen des Bäckermeisters Johannes Jungwirth in St. Willibald ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet.

Jungwirth ist selbstständig als Bäcker tätig. Die Backstube befindet sich in St. Willibald. In Taufkirchen an der Pram betreibt der Unternehmer ein Verkaufsgeschäft und in Taiskirchen eine Verkaufsstelle. Der Bäckereibetrieb lief grundsätzlich positiv. 2017 pachtete Jungwirth einen Nah+Frisch-Markt dazu, wobei sich dieses Geschäft nicht erwartungsgemäß entwickelte und eine weitere Kreditaufnahme nötig war. Die Einstellung folgte im September 2020.

Indes führte die Corona-Pandemie bei den Geschäften in St. Willibald, Taufkirchen an der Pram und Taiskirchen zu starken Umsatzeinbrüchen. In der Folge wurde ein Abgabenrückstand in Höhe von EUR 145.000,00 fällig gestellt. Insgesamt zählt Bäckermeister Jungwirth 14 Dienstnehmer, wobei der Großteil auf Teilzeitbasis respektive geringfügig Mitarbeitende angestellt ist.

Zur Vermögenslage: Die Passiva gibt der Alpenländische Kreditorenverband mit rund 568.000 Euro an. Das Aktivvermögen beziffert er mit 289.000 Euro. Von der Insolvenz sind etwa 13 Gläubiger betroffen.

Zur weiteren Vorgangsweise: Bäckermeister Jungwirth beabsichtigt eine Unternehmensfortführung. Es wurde auch schon ein Sanierungsplanvorschlag eingebracht, welcher eine Quotenausschüttung von 20 Prozent, zahlbar in drei Raten vorsieht (zehn Prozent binnen vier Wochen, fünf Prozent binnen eines Jahres und weitere fünf Prozent binnen zweier Jahre).