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Oebel-Insolvenz: Die Hälfte aller Filialen wurde übernommen

20190711-PASSANTEN

Aachen. (dhpg) In den letzten Tagen konnten für weitere zehn Oebel-Standorte Übernehmer gefunden werden. Damit hat die Hälfte der bei Insolvenzeröffnung noch geöffneten 100 Filialen neue Betreiber gefunden, darunter die Bäckereien Brinker, Schneider, Klein’s Backstube, Merzenich, Achim Lohner, Hardt, Oehme, Leo, Westerhorstmann und Horsthemke. Rund 280 Mitarbeitende wurden übernommen. Die übrigen Filialen, die nicht übertragen werden konnten, sind seit dem 31. Oktober 2019 planmäßig geschlossen.

«Mein Fokus lag in den letzten Wochen darauf, möglichst vielen Mitarbeitern und Standorten eine Perspektive zu bieten. Dabei haben wir um jede Filiale gekämpft und auch in den letzten Tagen nicht nachgelassen, weitere Gespräche mit Interessenten zu führen», sagt Dr. Dirk Wegener, Insolvenzverwalter im Verfahren. «Es stimmt mich zuversichtlich, dass viele Mitarbeiter aus Standorten, die leider geschlossen wurden, bereits neue Stellen im Einzelhandel oder in Wettbewerbsbäckereien gefunden haben.»

Schon im vorläufigen Insolvenzverfahren, somit vor der eigentlichen Insolvenzeröffnung, wurden rund 30 Filialen von neuen Betreibern übernommen. Damit konnten im gesamten Verlauf des Verfahrens für rund 80 Filialen, also mehr als die Hälfte der bei Beantragung der Insolvenz vorhandenen 153 Filialen, und etwa 340 Beschäftigte eine Lösung gefunden werden.

Das Amtsgericht Aachen hat am 01. Oktober das Insolvenzverfahren über die fünf operativen Gesellschaften der Unternehmensgruppe Oebel eröffnet und Dr. Dirk Wegener von der Wirtschaftskanzlei dhpg zum Insolvenzverwalter bestellt. Zur Unternehmensgruppe gehören die Gesellschaften Germania Brot GmbH, Konditorei Brüder Oebel GmbH, Oebel Verwaltungs GmbH, Zareal GmbH, Bäckerei Oebel GmbH und W. Kaiser Feinbäckerei-Konditorei-Betriebe GmbH (Foto: pixabay.com).
 


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