Montag, 24. Juni 2024
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Ökobilanz: «Pasta Regionale» schlägt Konkurrenz locker

Stuttgart. (uhm) Regionale Produkte werden bei deutschen Verbrauchern immer beliebter, schlagen sogar Bio-Produkte. Bei Hartweizen (Durum) auch zu Recht, lautet das Ergebnis einer Ökobilanz-Studie der Universität Hohenheim. Im Detail vergleicht die Studie die Umweltauswirkungen des Hartweizen-Anbaus in Deutschland und den wichtigsten Einfuhrländern. Dabei verzeichnet der heimische Hartweizen mit Blick auf Düngemittel, Hektarerträge sowie Umweltwirkungen nur gute Ergebnisse. Einziges Problem: er reicht nicht aus. Jeder Erwachsene in Deutschland verzehrt pro Jahr im Schnitt 8,3 Kilogramm Pasta, ein ständig steigender Trend. Der Hauptbestandteil dieser beliebten Teigwaren: der Hartweizen, auch Durum genannt. Um den jährlichen Verbrauch zu decken, benötigt die deutsche Durum-verarbeitende Industrie dafür etwa 400.000 Tonnen Durumweizenkörner. Jedoch deckt der heimische Anbau gerade einmal ein Drittel der Nachfrage ab. «Zwei Drittel des Durums wird aus dem Ausland importiert», sagt Moritz Wagner, Mitarbeiter im Fachgebiet Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergiepflanzen der Universität Hohenheim. «Die Durumkörner kommen vor allem aus North Dakota in den USA, Saskatchewan in Kanada, Andalusien in Südspanien, Italien und Frankreich. Der lange Transportweg aus Südeuropa oder vielmehr noch aus der Mitte Nordamerikas mittels LKW, Zug und Schiff verbraucht viel Energie und hat somit einen sehr großen und negativen Umwelteinfluss». Das Fazit der Wissenschaftler: Um dem Regionalitäts- und dem Umweltanspruch des deutschen Verbrauchers gerecht zu werden, sollte künftig der Anbau in Deutschland erheblich ausgebaut respektive verdoppelt werden. Eine Kurzfassung der Studie gibt es auf dem Server der Uni Hohenheim.