Dienstag, 6. Dezember 2022
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Ökodesign-Richtlinie: Die Glühbirne war nur der Anfang

Berlin. (dihk) Das Aus für die Glühbirne ist eingeläutet: Seit dem 01. September dürfen bestimmte Glüh- und Halogenlampen in der EU nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Bis 2012 werden stufenweise alle herkömmlichen Glühbirnen vom Markt verbannt und durch Energiesparlampen ersetzt. Das Verbot ineffizienter Leuchtmittel ist allerdings nur der Anfang: Auf die Wirtschaft kommt in den nächsten Jahren eine ganze Flut neuer Ökodesign-Vorschriften zu. Mit der so genannten Ökodesign-Richtlinie will die EU die Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit bestimmter Produkte und Güter verbessern. Dafür legt die EU-Kommission verbindliche Mindestanforderungen an die umweltgerechte Gestaltung fest. Rund zehn Ökodesign-Verordnungen hat sie bereits erlassen, über zwanzig weitere sind in Vorbereitung. Neben Haushaltslampen werden künftig Produkte wie Fernseher und Kühlschränke, aber auch Motoren und Pumpen kleinteilig reglementiert. Darüber hinaus wird die Ökodesign-Richtlinie künftig nicht mehr nur für energiebetriebene Produkte gelten, sondern auch für jene, die den Energieverbrauch irgendwie beeinflussen – wie zum Beispiel Fenster und Türen, Duschköpfe und Wasserhähne und, und, und. Planungen zufolge wird dies die EU-Kommission bis spätestens Herbst 2011 festlegen. Die EU-Gesetzgeber wollen danach noch weiter gehen und die Ökodesign-Richtlinie schon ab 2012 auf alle Produkte – wie Möbel, Kleidung und Nahrungsmittel – ausdehnen. Zum Pensum, in welchen Produktgruppen die EU-Bürokratie demnächst1 gnadenlos regeln und regulieren will, gehören unter anderem
Haushalts- und Gewerbeöfen inklusive Mikrowellengeräte;
Haushalts- und Gewerbeherde und -grills;
Gewerbliche Geschirrspüler, Waschmaschinen und Trockner;
Industrie- und Laboröfen;
Kühlgeräte;
Klimatechnik.
Eine Arbeitsgruppe von IHK und DIHK erläutert mit dem Merkblatt «Ökodesign in 10 Minuten» (Format PDF, acht Seiten, 65 KB), wie die Ökodesign-Richtlinie funktioniert, welche weiteren Produkte betroffen sind und wie sich Unternehmen in die komplexen Entscheidungsprozesse einbringen können.
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