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«planet e.» am Sonntag: Der Mythos vom deutschen Brot

Mainz. (zdf) Rund 400 Bäckereien schließen in Deutschland Jahr für Jahr. Traditionelle Handwerkskunst, verdrängt von industrieller Massenproduktion. Die deutsche Brotkultur – vom Aussterben bedroht? «planet e.» besucht am Sonntag, den 26. Januar 2020 ab 16.30 Uhr Traditionsbäckereien und riesige Backfabriken.

Mehl, Wasser, Salz und Hefe: Nur vier Grundzutaten braucht es für ein gutes deutsches Brot. Daraus backen Bäcker in Deutschland rund 3200 verschiedene Brote. Diese einzigartige Vielfalt macht die deutsche Brotkultur zum Unesco-Weltkulturerbe.

Doch mittlerweile haben sich die Gewohnheiten der Deutschen massiv verändert. Rund zwei Drittel aller Brote kaufen die Deutschen nämlich nicht mehr beim Bäcker, sondern in Supermärkten und bei Discountern ein. Preiswertes und frisch aufgebackenes Brot zu jeder Tageszeit: Damit zielen die Backstationen auf die Bequemlichkeit der Kunden. Das hat Folgen. «Die Branche steht vor einem tiefgreifenden Strukturwandel», sagt Michael Wippler vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks. Bäcker müssten sich spezialisieren und ihre Nische suchen. Denn auch das Brot aus dem Supermarkt sei heute qualitativ nicht zu beanstanden.

Frische Snacks, ein guter Service und traditionell hergestellte Brote: Das ist die Antwort der Bäckerei Plentz aus Brandenburg auf den Strukturwandel. «Jeder Handwerksbäcker braucht ein klares Profil. Neben einem großen Sortiment bieten wir unseren Kunden auch individuell hergestellte Backwaren wie unser Holzofenbrot», erklärt Juniorchef Max Schöppner. Mit dieser Strategie sieht er die Konkurrenz durch den Lebensmittel-Einzelhandel relativ gelassen.

«planet e.» besucht Traditionsbäckereien und riesige Backfabriken. Welche Unterschiede gibt es zwischen Broten vom Bäcker und aus der Fabrik? Und sind die Fertigbackwaren per se schlechter als die Handwerksware? Der Beitrag, der am Sonntag, den 26. Januar 2020 von 16.30 bis 17:00 Uhr im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) ausgestrahlt wird, ist nach Angaben des Senders bereits ab Freitag, den 24. Januar 2020, 10.00 Uhr in der ZDF-Mediathek zu finden.