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Publikumspresse: über (Trans-) Fett-Fallen beim Bäcker

Hamburg. (ots / eb) «Eat Smarter deckt versteckte Fett-Fallen beim Bäcker auf» lautet dieser Tage eine etwas reißerische Überschrift in der Publikumspresse. Das hat der WebBaecker kommen sehen. Ein kurzer Blick ins Archiv zeigt immerhin 47 Artikel, die das Thema Trans-Fette immer mal wieder aufkochten oder wenigstens aufköchelten. In anderen europäischen Ländern ist man damit längst «durch», während hierzulande noch nicht mal eine ernsthafte öffentliche Diskussion zustande kommt. In diesem Sinn dürfen wir «Eat Smarter» für den mehr oder weniger ernst gemeinten Vorstoß dankbar sein. Andererseits müssen wir erkennen, dass «Eat Smarter» ein sehr junges Medium ist, das schlicht um Aufmerksamkeit buhlt. In diesem Sinn sind die Ausführungen von «Eat Smarter» auch nur «mehr oder weniger ernst» zu lesen. Originalton:

Die neue Zeitschrift zum Web-Angebot «Eat Smarter» hat in einer groß angelegten, chemischen Untersuchung typische Bäcker-Snacks auf ihre Bestandteile untersuchen lassen. Das renommierte Hamburger Eurofins-Labor hat Bäckerei-Snacks aus Köln, München und Hamburg untersucht. Erschreckendes Ergebnis: Sehr viele «Teilchen» beim Bäcker von nebenan sind nicht nur wahre Kalorienbomben, sie enthalten oftmals auch extrem hohe Anteile der ungesunden Trans-Fette. So bringt es ein einziger Streuseltaler der Bäckereikette Kamps bei rund 288 Gramm auf satte 1.210 Kalorien. Das ist bereits die Hälfte des Kalorien-Tagesbedarfs in einem einzigen Teilchen.

Oftmals liegen ungesunde Trans-Fett-Kracher in Bäckereien direkt neben gesünderen Backwaren. So brachte es ein Apfel-Zimt-Ring im Eat-Smarter-Test auf über zwölf Gramm an ungesunden Trans-Fettsäuren bei nur 130 Gramm Gesamtgewicht. Trans-Fette stehen bei Ernährungswissenschaftlern im Verdacht, ungesundes Cholesterin und Krankheiten wie Diabetes zu fördern.

Bedenklich: Trans-Fette und andere Bestandteile müssen bei offen verkauften Nahrungsmitteln nicht ausgewiesen werden. Ohne chemische Analyse ist es für Verbraucher nicht nachvollziehbar, was in den süßen Teilchen von der Bäckertheke drin steckt. Eat Smarter hat herausgefunden: Die Werte der offiziellen Datenbank Bundeslebensmittelschlüssel stimmen nicht mit der fetten Wirklichkeit überein. In der Realität kann der Gehalt an gesättigten Fettsäuren um bis zu 30 Prozent höher liegen. Teilweise liegt der Kalorien- und Fettgehalt einzelner Back-Snacks sogar höher als bei einem Bic Mac von McDonalds. Bäckereien sind so unbemerkt zu Fast-Food-Anbietern geworden.

P.S.: Nein, nicht «unbemerkt»; siehe WebBaecker 37/2010.