Samstag, 15. Juni 2024
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PwC-Umfrage: Verbraucher erwarten maximale Transparenz

Frankfurt. (pwc) Die Lebensmittelskandale der letzten Monate hinterlassen tiefe Spuren bei deutschen Verbrauchern: Vier von fünf Konsumenten haben ihr Einkaufsverhalten geändert – rund 60 Prozent achten verstärkt auf die Herkunft der Produkte, 35 Prozent besonders auf Inhalts- und Zusatzstoffe. Jeweils gut 20 Prozent kaufen mehr Bio- respektive Markenprodukte oder direkt beim Erzeuger (18 Prozent). Zudem würde gut jeder zweite Deutsche für «garantiert sichere» Lebensmittel mehr Geld ausgeben, heißt es in einer Verbraucherumfrage im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. Sogar ein Preisaufschlag von mehr als zehn Prozent wäre noch für jeden fünften Konsumenten vertretbar. Die Studie zeigt zudem, dass die jüngsten Skandale nicht mehr nur das Image und die Reputation einzelner Unternehmen oder Produkte beschädigen: Bei gut jedem dritten Konsumenten ist das Vertrauen in die Lebensmittelindustrie insgesamt stark gesunken, während nur 15 Prozent von Einzelfällen ausgehen. Etwas mehr Sicherheit versprechen sich die Verbraucher von der Lebensmittel- Informationsverordnung (LMIV) der Europäischen Union, die im Dezember 2014 in Kraft tritt. Die genaueren Angaben zu Inhaltsstoffen und Produktherkunft geben 53 Prozent der Befragten wieder mehr oder sogar volles Vertrauen in die Lebensmittelindustrie, während 46 Prozent skeptisch bleiben. «Die Verbraucher erwarten von Lebensmittelhandel und -herstellern maximale Transparenz. Daher ist die EU-Verordnung für die Industrie eine gute Chance, das Verbrauchervertrauen zurückzugewinnen. Voraussetzung ist, dass die Unternehmen alle Angaben machen, die die Verbraucher auch tatsächlich interessieren. Dazu gehört auch, die Informationen leicht zugänglich und verständlich zu machen», sagt Gerd Bovensiepen, PwC-Partner und Leiter des Bereichs Handel und Konsumgüter in Deutschland und Europa.