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Regionalfenster: Ein Zeichen setzt sich durch

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Bad Nauheim. (rf) In den letzten fünf Jahren hat sich das Regionalfenster als verbindliches Zeichen für die Herkunft von Produkten erfolgreich als Standard am Markt etabliert und gleichzeitig weiterentwickelt. Die bundesweite, transparente Kennzeichnung findet sich auf über 4200 Lebensmitteln, Blumen und Zierpflanzen.

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, besuchte in Berlin den ersten Fachkongress für Regionalität und Transparenz in der Lebensmittelwirtschaft. In ihrer Rede betonte sie: «Mir und meinem Ministerium ist eine verlässliche und transparente Lebensmittelkennzeichnung wichtig. Wir wollen Klarheit und Wahrheit in den Einkaufskörben und auf den Tellern der Verbraucher. Deshalb hat mein Ministerium zusammen mit den Wirtschaftsbeteiligten die Kennzeichnung des Regionalfensters angestoßen. Das Zeichen schafft Transparenz und damit die Vertrauensbasis für die Kaufentscheidung von uns Verbrauchern. Mehr als drei Viertel der Konsumenten legen nach den aktuellen Zahlen des Ernährungsreports 2018 meines Ministeriums Wert darauf, dass ihre Lebensmittel aus ihrer Region stammen. Die freiwillige Kennzeichnung von Lebensmitteln mit dem Regionalfenster liegt also ganz im Trend der Zeit. Und das hat Regionalfenster e.V. erkannt. Seit fünf Jahren bietet das Regionalfenster Konsumenten einen echten Mehrwert beim Lebensmitteleinkauf. Dank des Informationsfelds auf der Packung können die Verbraucher auf einen Blick erkennen, woher die Produkte stammen und wo sie verarbeitet wurden. Und zwar vom Apfel über die Milch, Eier, Weizen bis zur Forelle oder Zierpflanze. Damit bildet das Regionalfenster die Vielfalt der Produkte aus vielen Regionen des Landes ab».

«Das Regionalfenster erleichtert Verbrauchern auf über 4200 Produkten die Entscheidung für regionale Lebensmittel», erklärte der erste Vorsitzende, Peter Klingmann. «Nach fünf Jahren am Markt sind mit dem Regionalfenster gekennzeichnete Produkte bundesweit verfügbar. Im Norden und Osten gibt es für die Kennzeichnung allerdings noch großes Entwicklungspotential».

Eine Studie des Thünen-Instituts belegt, dass die Mehrheit der befragten Verbraucher das Regionalfenster begrüßt. Der stellvertretende Vorsitzende, Wolfgang Leiste sieht die positiven Studienergebnissen als Motivation: «Die Ergebnisse aus aktuellen Verbraucherbefragungen bestätigen den Trägerverein in seiner Arbeit an der bundesweit einheitlichen und transparenten Kennzeichnung regionaler Lebensmittel mit dem Regionalfenster». Als Vertreter des Handels und Pionier bei der Einführung des Regionalfensters im Jahr 2014 kann er den Erfolg des Regionalfensters in der Praxis bestätigen.

Prof. Dr. Jan Niessen, stellvertretender Vorsitzender betonte: «Wir wollen das Regionalfenster auch in den nächsten Jahren weiterentwickeln». An wichtigen Zukunftsthemen zur Weiterentwicklung des Regionalfensters wird auf dem Regionalfenster-Kongress mit Akteuren der Lebensmittelwirtschaft gearbeitet. «Dabei setzen wir uns auch gezielt mit Verbrauchererwartungen an regional erzeugte Lebensmittel auseinander», erklärte Niessen. Für den Verein sind dabei die Fragen nach regionalen Futtermitteln und Regionalität in der Gemeinschaftsgastronomie bedeutend (Foto: holgergross.com).