Mittwoch, 7. Dezember 2022
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Salzgehalt im Brot: LIV Bayern bleibt am Ball

München. (liv) Der Landesinnungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk (LIV) hat die Europawahl genutzt, um die bayerischen Spitzenkandidaten auf das ungelöste Salz-Problem hinzuweisen. In persönlichen Schreiben an die wichtigsten Parteien äußerte Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger, MdL a. D. die Befürchtung, dass das Thema «Nährwertprofile» und die damit verknüpften Kennzeichnungsprobleme im Umfeld der Europawahl bewusst nicht weiter vorangetrieben wurden und nach der Wahl mit neuer Legitimation die ursprünglich bereits für Anfang 2009 geplanten Nährwertprofile in Kraft gesetzt werden. Hintergrund ist der Kompromissvorschlag von Kommissionspräsident Barroso, dass – neben anderen Grundnahrungsmitteln – auch «traditionelles» Brot von den Vorgaben für die zu entwickelnden Nährwertprofile ausgenommen werden soll. Der Begriff «traditionelle Brotsorten» ist nach Auffassung des bayerischen Verbands jedoch viel zu eng und statisch definiert – damit würden große Teile des traditionellen Sortiments nicht erfasst – zumal dem Vernehmen nach seitens der EU-Kommission vorrangig an Vollkorngebäcke gedacht ist. Vor allem monieren die Bayern, dass mit dieser Definition jegliche Neukreationen von vorn herein ausgeschlossen würden. Das Bäckerhandwerk ist aber als innovative Branche auf eine dynamische Betrachtung angewiesen – gerade was die Verwendung neuer Rohstoffe und die Entwicklung neuer Rezepturen betrifft. Die Vertreter der angesprochenen Parteien versichern, sich weiter für die Interessen des Bäckerhandwerks einzusetzen.

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