Donnerstag, 1. Dezember 2022
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Schweiz: Migros Märkte senken die Brotpreise

Zürich / CH. (mgb) Der Migros Genossenschafts-Bund (MGB) hat für den schweizerischen LEH im Allgemeinen und den Brotkonsum im Speziellen – über die Jowa AG – eine besondere Bedeutung. Teilt der MGB mit, dass die Migros Märkte die Preise für Frischbrot senken wollen, muss man sich vergegenwärtigen, dass Jowa allein in 2008 rund 171’509 Tonnen Brot und Gebäck abgesetzt hat – statistisch gesehen und etwas vereinfacht gerechnet 44,6 Prozent vom inländischen Konsum. Der Schweizerische Bäcker-Konditorenmeister-Verband (SBKV) schätzt, dass der Produktionsanteil des helvetischen Bäcker-Konditorenhandwerks an diesem Konsum rund 110’000 Tonnen beträgt – ungefähr 28,6 Prozent. Wie sich die restlichen 26,8 Prozent verteilen, wollen wir an dieser Stelle nicht weiter vertiefen. Anlass für das Zahlenspiel ist eine MGB-Meldung, nach der die Migros Märkte ab sofort die Preise für Frischbrot um zehn bis zwanzig Rappen senken. Weitere Brotpreissenkungen sollen folgen. Begründung: Die jüngste Getreideernte ist auf dem Weltmarkt wie auch im Inland sehr positiv verlaufen. Das Angebot ist reichhaltig, was die Beschaffungskosten merklich senkt. Die Einsparungen will Migros vollständig an seine Kunden weitergeben. Diese liegen in einem Umfang von sieben Millionen Schweizer Franken, heißt es aus Zürich. Abschließend ein Blick auf die Berechnungsgrundlage: Das Schweizer Bundesamt für Statistik (BfS) zählte Ende 2008 rund 7’701’900 Köpfe als «ständige Wohnbevölkerung». Ebenfalls eine BfS-Statistik klärt uns darüber auf, dass der eidgenössische Konsum von Brot und Gebäck derzeit bei rund 49,9 Kilogramm je Kopf und Jahr liegt. Das sind rund gerechnet insgesamt 384’325 Tonnen Brot und Gebäck, die in der Schweiz 2008 verzehrt wurden (100 Prozent).

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