Donnerstag, 29. Februar 2024
Deutsch Englisch

Schweiz: Starker Franken setzt Guetzli-Bäckern zu

Bern / CH. (bs) Die Schweizer Dauerbackwaren-Industrie konnte in 2013 mit 46’532 Tonnen verkauften Biscuits ihr Vorjahresergebnis knapp egalisieren. Demgegenüber konnte damit der Umsatz um 1,4 Prozent auf 461,5 Millionen Schweizer Franken (CHF) gesteigert werden. Dieses Ergebnis ist vorwiegend mit dem starken CHF-Kurs, der Schweizer Biscuits auf vielen Zielmärkten verteuerte und importierte Backwaren deutlich verbilligte, zu erklären – berichtet der Branchenverband Biscosuisse.

Die 25 industriellen Hersteller von Schweizer Dauerbackwaren verkauften im 2013 mit 46’532 Tonnen bis auf einige Tonnen gleich viele Produkte wie im Vorjahr. Der damit generierte Umsatz konnte um 1,4 Prozent auf 461,5 Millionen CHF gesteigert werden. Als Dauerbackwaren gelten Apéro- und Salzgebäcke, Brot-ähnliche Gebäcke wie Zwieback und Knäckebrot, Spezialfabrikationen (Dessert-Halbfabrikate …), Spezialitäten (etwa schokolatierte Gebäcke), Standard-Biscuits und haltbare «Frischbackwaren» (Cakes, Getreideriegel …). Standard-Biscuits (40,3 Prozent) und Spezialitäten (29,6 Prozent) machten 70 Prozent der abgesetzten Mengen aus. Die größten mengenmäßigen Wachstumsraten wurden mit Brot-ähnlichen Gebäcken (plus 6,9 Prozent), haltbaren «Frischbackwaren» (plus 6,4 Prozent) sowie mit Apéro- und Salzgebäcken (plus 2,7 Prozent) erzielt.

Auf dem Inlandmarkt verkauften die Unternehmungen der Schweizer Dauerbackwaren-Industrie mit 31’937 Tonnen 1,6 Prozent mehr Produkte als im Vorjahr. Der damit erzielte Umsatz stieg um 2,3 Prozent auf 339,8 Millionen CHF an. Mengenmäßig waren bei den Brot-ähnlichen Gebäcken (plus 8,1 Prozent), den Apéro- und Salzgebäcken (plus 6,7 Prozent) sowie den Standard-Biscuits (plus 3,6 Prozent) die größten Zuwachsraten zu verzeichnen. Im Gegensatz dazu entwickelten sich die Verkaufsmengen bei den Spezialitäten (minus 2,8 Prozent), den haltbaren «Frischbackwaren» (minus 2,8 Prozent) und den Spezial-Fabrikationen (minus 17,1 Prozent) rückläufig. Der Import von Dauerbackwaren erhöhte sich um 2,0 Prozent. Der Marktanteil der einheimischen Hersteller blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 59,4 Prozent jedoch praktisch unverändert. Der Absatz im Inland an einheimischen und importierten Dauerbackwaren stieg um 1,8 Prozent auf 53’773 Tonnen an. Aus dem Verbrauch im Inland an Dauerbackwaren kann ein durchschnittlicher Pro-Kopf-Konsum pro Jahr von 6,65 kg abgeleitet werden, was gegenüber Vorjahr einer Zunahme von 39 Gramm entspricht.

Im Export war mit 14’595 Tonnen verkauften Produkten ein Rückgang von 3,5 Prozent hinzunehmen. Der damit erzielte Umsatz ging um 0,8 Prozent auf 121,7 Millionen CHF zurück. Der Anteil der exportierten Produkte an der Gesamtproduktion nahm von 32,5 Prozent auf 31,4 Prozent leicht ab. An der Spitze der 78 Export-Destinationen für Schweizer Dauerbackwaren steht nach wie vor Deutschland mit einem Exportanteil von 35,9 Prozent, gefolgt von Frankreich (18,4 Prozent) und Österreich (10,1 Prozent). An vierter Stelle rangiert neu die Tschechische Republik (4,4 Prozent). In Europa konnten im letzten Jahr vor allem Finnland (Rang 12), Belgien (Rang 6) und das Vereinigte Königreich (Rang 21) mit bedeutenden Mehrmengen beliefert werden. Außerhalb von Europa konnten einzig die Märkte in Kanada und China nennenswert ausgebaut werden.

Für das Jahr 2014 hoffen die Schweizer Dauerbackwaren-Hersteller, ihren Marktanteil im Inland zu steigern und das im Exportgeschäft verlorene Terrain zurückzugewinnen.

backnetz:eu