Mittwoch, 7. Dezember 2022
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SEPA: Gut gerüstet für EU-Zahlungsverkehr

Hannover. (mvr) Im Rahmen des Einheitlichen Euro-Zahlungsraums (SEPA) werden nationale und grenzüberschreitende Zahlungen vereinheitlicht. «Mittelstand Direkt» hat die sechs wichtigsten Punkte zusammengefasst, auf die Unternehmen bei der SEPA-Einführung achten sollten.

  1. Neue Standards bei den Kontodaten: SEPA-fähige Überweisungen benötigen die standardisierten Nummern für Bankkonten (IBAN) und Kreditinstitute (BIC). Fragen Sie ihre Kunden und Lieferanten rechtzeitig nach den Daten.
  2. Software anpassen: Ihre Software muss SEPA-fähig sein. So sollte etwa im Buchhaltungs-Programm ausreichend Platz für IBAN- oder BIC-Nummern vorgesehen sein. Sofern Sie eine spezielle Banken-Software benutzen, lassen Sie sich von Ihrer Bank beraten.
  3. Umstellung auf neuen Übertragungs-Standard EBICS: SEPA-Zahlungen unterstützen nur noch den neuen «Electronic Banking Internet Communication Standard» (EBICS). Dadurch werden die Daten des Zahlungsverkehrs direkt an die Rechenzentren der Banken übertragen. EBICS löst nach einer Übergangszeit den Standard «File Transfer, Access and Management» (FTAM) vollständig ab. Stellen Sie also rechtzeitig um.
  4. Weitere Verarbeitung der Daten: Oft werden Umsatz-Informationen noch anderweitig verwendet. Das betrifft beispielsweise den automatischen Abgleich von offenen Posten oder elektronische Kontoauszüge. Stellen Sie sicher, dass auch diese Software die geänderten Formate verarbeiten kann.
  5. Meldungen an die Bundesbank: Bisher konnten Bundesbank-Meldungen zum Teil automatisch über die jeweilige Bank weitergeleitet werden. Künftig müssen Sie diese Meldungen einmal im Monat direkt anzeigen.
  6. Austausch der Datenträger: Die Daten über den Zahlungsverkehr werden künftig nicht mehr auf Datenträgern wie CDs oder Disketten ausgeliefert. Richten Sie sich darauf ein.
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