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So oder so: Kaffee begleitet uns durch den Tag

Bonn. (bzfe) Wenn der Duft von frisch gebrühtem Kaffee in der Luft liegt, macht der Alltag eine Pause. Viele Menschen verbinden mit dem beliebten Heißgetränk ein gutes Gefühl. Ob das durch die jahrzehntelange Werbung so konditioniert ist oder nicht, kann nicht abschließend beantwortet werden. Für Viele weckt er aber am Morgen die Geister und begleitet durch den Tag – ob im Büro oder bei einem Treffen mit Freunden.

Für den alltäglichen Genuss greifen die Deutschen tief in die Tasche, hat eine Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Nielsen gezeigt. Im Jahr 2018 gab jeder Bürger im Lebensmittel- Einzelhandel und in Drogeriemärkten durchschnittlich rund 50 Euro für Kaffee aus. Das entspricht einem Umsatz von knapp vier Milliarden Euro. Das waren etwa drei Prozent weniger als im Jahr 2017. Dieser Rückgang ist aber nicht unbedingt auf einen geringeren Kaffeekonsum, sondern möglicherweise auf einen gestiegenen Außer-Haus-Verzehr zurückzuführen.

Auch wenn italienische Kaffeespezialitäten wie Espresso und Latte Macchiato im Trend liegen, steht der klassische Filterkaffee weiterhin hoch im Kurs. Am häufigsten greifen die Verbraucher im Geschäft zu gemahlenem Kaffee: Über 190 Millionen Kilogramm gingen im Jahr 2018 über die Ladentheke. Auf dem zweiten Platz lag die ganze Bohne mit rund 95 Millionen Kilogramm, gefolgt von Löskaffee (44 Millionen Kilo), Kaffeepads (31 Millionen Kilo) und Kapseln (21 Millionen Kilo)

Aufgrund ihres relativ hohen Preises waren rund 14 Prozent des Umsatzes auf Kaffeekapseln zurückzuführen. Aus ökologischer Sicht sind sie dagegen kein Erfolgskonzept: Auf 6,5 Gramm Kaffee kommen durchschnittlich circa 2,5 Gramm Aluminium oder Kunststoff für die Einzel-Verpackung und 1,5 Gramm Papier für die Umverpackung. Das macht also auf 6,5 Gramm Kaffee vier Gramm Verpackung, rechnet die Deutsche Umwelthilfe vor. Da gibt es umweltfreundlichere Alternativen. Mit einer Kaffeefiltermaschine, einem Vollautomaten oder einer Espressokanne kann Kaffee fast ganz ohne Abfall zubereitet werden, empfiehlt das BZfE Bundeszentrum für Ernährung aus Bonn.