Samstag, 24. Oktober 2020
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Sondermann Brot Sauerland: Die neue Unternehmensstruktur steht

Drolshagen. (lcp) Die Geschäftsführung von Sondermann Brot hat die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darüber informiert, dass die Gespräche und Verhandlungen über einen neue Unternehmensstruktur erfolgreich abgeschlossen wurden: Ab Oktober 2020 betreibt Sondermann Brot noch gut 50 Filialen, Produktion und Logistik werden in einer Gesellschaft zusammengefasst. Im Großkunden- und Liefergeschäft baut Sondermann Brot seine Wettbewerbsposition weiter aus. Dadurch verringern sich die unternehmerischen Risken der mittelständischen Bäckereigruppe mit künftig insgesamt 475 Beschäftigten (siehe hierzu auch «Sondermann Brot Sauerland: Weniger ist mehr» vom 12. August 2020).

Zusammenfassung: Sondermann Brot konsolidiert seine Filialstruktur. Der prämierte Backbetrieb baut das Großkunden- und Liefergeschäft aus. Zwecks Zukunftssicherung digitalisiert die Bäckerei ihre Kassen- und Logistiksysteme. Die verbleibenden gut 50 Filialen werden modernisiert. Die Angebotspalette ausgezeichneter Backwaren entwickelt das Unternehmen weiter.

Sondermann Brot wird in den kommenden Monaten im Groß- wie im Einzelhandel in die Kassen- und Logistiksysteme investieren und diese digitalisieren. Parallel dazu werden die Bestellprozesse insbesondere im Interesse der Großkunden digitaler und somit flexibler. Im Einzelhandelsgeschäft plant Sondermann Brot konkret, das Erscheinungsbild der Filialen weiter zu modernisieren.

Sondermann knüpft an seine Wurzeln an und entwickelt die zeitgemäß weiter

Bis zum Weihnachtsgeschäft überarbeitet Sondermann Brot im Zuge der Neuausrichtung die Angebotspalette seiner mehrfach prämierten Backwaren: «Der Ursprung von Sondermann Brot wurzelt im Bäckerhandwerk. Davon zeugen Qualitätsauszeichnungen und Prädikate, die wir Jahr für Jahr wieder verdienen», erklärt Geschäftsführer Hermann Sondermann. «An diese gute Tradition knüpfen wir an und entwickeln im Zuge unserer Neuausrichtung unser Sortiment Stück für Stück zeitgemäß weiter».

Sondermann-Backwaren sind seit 2001 Jahr für Jahr mit dem Prädikat «Gold» der Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) ausgezeichnet, zuletzt im Jahr 2019. Wiederholt wurde Sondermann mit dem «Preis für langjährige Produktqualität» der DLG geehrt. Das ist die höchste renommierte Qualitätsauszeichnung, die eine Bäckerei überhaupt erhalten kann. Dieser Preis wird ausschließlich an Unternehmen vergeben, die 15 Jahre in Folge Spitzenleistungen bei den internationalen DLG-Qualitätsprüfungen erreicht haben. Sondermann wurde zuletzt im November 2019 mit dem Landesehrenpreis für Lebensmittel des Umweltministeriums NRW ausgezeichnet.

Der Umbruch durch Covid-19 war maßgeblich für die Konsolidierung

In den vergangenen Monaten hat der stationäre Einzelhandel den wohl größten Einbruch seiner Geschichte erlebt. «Marken, die bislang ‘Anker’ für Innenstädte oder Einkaufszentren waren, brachten verlässliche Laufwege, Kundenfrequenz und Umsatz», sagt Sondermann. «Dieser Umbruch, der Verlust bislang verlässlicher ‘Anker’ oder Kundenmagneten war maßgeblich dafür, dass wir unser Geschäftsmodell konsolidiert haben. In diesen unwirklichen, angespannten Pandemie-Zeiten waren und sind wir so gut aufgestellt, dass wir zügig eine gestraffte, wettbewerbsfähige Lösung verhandeln und vereinbaren konnten».

Gegründet wurde das Unternehmen 1949 von Robert und Klara Sondermann. Im Zuge eines ersten Insolvenzverfahrens im Herbst 2011 beteiligte sich der Investor Lafayette Capital Partners bei Sondermann. Ende August 2018 hatte Sondermann für die Hälfte seiner Tochtergesellschaften Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren gestellt, um die mittelständisch geprägte Gruppe nach einer Hitzewelle weiter zu sanieren. Der Bäckereibetrieb erwirtschaftete damals mit 780 Beschäftigten in der Produktion und in gut 100 Filialen einen Jahresumsatz von knapp 20 Millionen Euro. Lafayette Capital Partners und die Familie Sondermann unterstützen die Neuausrichtung als Gesellschafter, bleiben weiterhin bei Sondermann Brot engagiert.

Künftige Filialstruktur ab Oktober 2020 in alphabetischer Reihenfolge der Städte

Altena: Markaner/Bachstraße (Bahnhof) l Bergkamen: Geschwister-Scholl-Straße (Globus), Parkstraße l Bochum: Haydnstraße, Herner Straße (NETTO), Universitätsstraße l Castrop-Rauxel: Langestraße l Dortmund: Aplerbecker Straße, Im Defdahl, Käthe Kollwitz Straße l Drabenderhöhe: Zeithstraße (NETTO) l Eichen: Hagener Straße l Enneptal: Neustraße l Frenkhausen: Biggeseestraße l Gummersbach: Kaiserstraße l Halver: Schulstraße l Hamm: Sachsenweg (OBI), Sieboldtstraße, Weststraße l Kierspe: Schmiedestraße l Langenfeld: Rheindorfer Straße (Hagebaumarkt) l Leverkusen: Düsseldorfer Straße l Lippstadt: Am Mondschein l Lüdenscheid: Brunscheider Straße (OBI), Herrscheider Landstraße l Lünen: Graf-Haeseler-Straße l Mettmann: Bismarckstraße l Meinerzhagen: Immecker Straße (NETTO), Oststraße l Olpe: In der Trift l Plettenberg Huss: Herscheider Straße l Recklinghausen: Bruchweg l Rönkhausen: Glingestraße l Rösrath Apotheke: Hauptstraße l Schalksmühle: Bahnhofstraße l Selm: Kreisstraße l Solingen: Bismarckstraße l Sundern: Hauptstraße l Troisdorf: Aggerstraße, Roncallistraße (EDEKA) l Unna: Hans Böckler Straße (Globus) l Waltrop: Dortmunder Straße, Hochstraße l Warstein Sichtig: Möhnestraße l Werne: Lünener Straße l Winterberg: Poststraße l Witten: Holzkampstraße, Kohlensiepen l Wuppertal: Hatzfelder Straße, Märkische Straße (NETTO) (Foto: pixabay.com).