Samstag, 10. Dezember 2022
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Studie: Die Zukunft des Backgewerbes

Düsseldorf. (dgb) Das Backgewerbe hebt sich durch eine große Zahl von kleinen und mittelgroßen Betrieben und durch eine hohe Beschäftigungsintensität von den anderen Branchen des Ernährungsgewerbes ab. Seit einigen Jahren ist jedoch ein deutlicher Strukturwandel auf dem Backwarenmarkt zu beobachten. Zentrale Treiber sind unter anderem die Marktmacht des Lebensmitteleinzelhandels, längere Ladenöffnungszeiten und sich wandelnde Verbrauchergewohnheiten. Der Veränderungsprozess ist im Wesentlichen durch einen Verdrängungswettbewerb gekennzeichnet ist. Die Zahl der Betriebe nimmt ab und die Betriebe werden tendenziell größer. Zugleich eröffnen sich durch den Trend zur gesunden Ernährung und den zunehmenden Außer-Haus-Verzehr neue Marktchancen. Diese Entwicklungen haben wesentlichen Einfluss auf die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen im Backgewerbe. Beispielsweise haben Teilzeitarbeit und geringfügige Beschäftigung, vor allem im Verkauf, zugenommen. Gleichzeitig sinkt die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Zusätzlich zeigt sich ein wachsender Anteil älterer Beschäftigter. Daraus ergeben sich künftig unter anderem nicht nur neue Anforderungen an die Gestaltung der Arbeitsbedingungen für Ältere, sondern auch die Entwicklung innovativer Strategien zur Rekrutierung des zukünftigen Fachkräftenachwuchses und zur Sicherung der Beschäftigung in der Backbranche.
Info: «Zukunft des Backgewerbes»; Judith Beile, Ina Drescher-Bonny; Klaus Maack (Autoren); Düsseldorf 2009; ISBN 978-3-86593-121-4; 110 Seiten; 15,00 Euro. Der Titel ist eine Veröffentlichung der Hans-Böckler-Stiftung aus der Reihe Wirtschaft und Finanzen. Interessenten können die Studie in Buchform (auf Papier gedruckte Ausgabe, Hardware) on Line bestellen oder kostenfrei als PDF-Datei herunterladen.

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