Mittwoch, 7. Dezember 2022
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Studie: Lehrlinge leisten mehr und kosten weniger

Bonn. (bibb) Die Nettokosten für einen Auszubildenden sind seit dem Jahr 2000 um 40 Prozent gesunken. Das ergab eine Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Bonn. Demnach kostet ein Auszubildender im Schnitt knapp 3.600 Euro und ist damit deutlich günstiger als eine neue Fachkraft, für deren Rekrutierung Kosten in Höhe von rund 4.200 Euro anfallen – je nach Wirtschaftszweig. Gleichzeitig ist die Produktivität eines Lehrlings deutlich gestiegen. Das Arbeitsvermögen lag in 2000 – im Vergleich zur Fachkraft – bei 49 Prozent. Nach der aktuellen Studie liegt es heute bei 58 Prozent. Ein Lehrling kommt den Angaben zufolge im ersten Lehrjahr auf 92 Produktiv-Tage. In 2000 waren es nur 54 Tage. Der Grund für die Entwicklung: Unternehmen achten heute sorgfältiger auf die Qualifikation der Bewerber. Für die Qualität der betrieblichen Ausbildung spricht ebenso, dass heute 57 Prozent der Betriebe selbst ausgebildete Fachleute übernehmen. In Handel und Industrie liegt dieser Anteil sogar bei 70 Prozent.

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