Samstag, 27. Februar 2021
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Studie: Verbraucher kaufen «Bio» gern auch beim Bäcker

Berlin. (bmel) Der Kauf von Biolebensmitteln ist für viele Verbraucherinnen und Verbraucher selbstverständlich geworden. Fast ein Viertel (22 Prozent) kaufen häufig oder sogar ausschließlich Produkte aus dem Ökolandbau. Immerhin die Hälfte (49 Prozent) aller Kundinnen und Kunden greifen gelegentlich zu Bioware. Das sind zwei der Ergebnisse aus dem kürzlich erschienenen Ökobarometer 2017 (PDF). Das wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) regelmäßig in Auftrag gegeben und ist fester Bestandteil des Bundesprogramms ökologischer Landbau und anderer Formen nachhaltiger Landwirtschaft. Es ist eine repräsentative telefonische Umfrage zum Konsum von Biolebensmitteln.

Bundesminister Christian Schmidt (BMEL): «Der ökologische Landbau ist neben dem konventionellen Landbau eine wichtige Säule der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft. Die Befragung zum Ökobarometer 2017 zeigt uns, dass das Interesse an Bio in Kantinen und Mensen groß ist. Und nicht nur das: Die Befragten sind auch bereit, für Bioprodukte einen nicht unerheblichen Aufpreis zu zahlen. Die Wertigkeit von Bioprodukten ist demnach in der Bevölkerung angekommen. Hier setzen wir gezielt mit Maßnahmen aus der Zukunftsstrategie ökologischer Landbau an, um das hiesige Angebot zu stärken».

Ein Schwerpunktthema des diesjährigen Ökobarometers war der Bio-Lebensmittelverzehr in der Gemeinschaftsverpflegung – also in Kantinen oder Mensen. Die Befragung der Kantinengäste zeigt, dass das Angebot an Biogerichten dort ausbaufähig ist. Im Hinblick auf Kauforte für Biolebensmittel bietet die Handelslandschaft mittlerweile vielfältige Möglichkeiten. Spitzenreiter sind die Supermärkte, die von 86 Prozent der Befragten als Einkaufsort für Biolebensmittel genannt wurden. Auf dem zweiten und dritten Platz folgen discounter und Wochenmärkte. Platz vier, wer hätte das gedacht, belegen Bäckereien.