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Süßwarenindustrie: Exportgeschäft blieb Wachstumsmotor

Bonn. (bdsi) Die Hersteller von Feinen Backwaren blicken auf ein durchwachsenes Jahr zurück. In der Menge sank die Produktion von Feinen Backwaren auf Basis der Schätzungen des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) um 1,5 Prozent. Insgesamt wurden somit etwa 698.000 Tonnen Feine Backwaren produziert. Im Wert fiel die Produktion um 0,7 Prozent auf etwa 2,29 Milliarden Euro. Das Saisongeschäft mit Herbst- und Weihnachtsgebäck blieb aufgrund der sehr warmen Temperaturen hinter den Erwartungen zurück. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Feinen Backwaren betrug 2014 schätzungsweise 7,0 Kilogramm. Doch nicht nur im Segment Feine Backwaren, sondern in der gesamten bundesdeutschen Süßwarenindustrie blicken die Akteure mit eher gemischten Ergebnissen auf 2014 zurück. Das Exportgeschäft blieb der Wachstumsmotor, während im gesättigten Inlandsmarkt nur ein leichtes Umsatzplus zu erzielen war, schreibt der BDSI. Die hohen Rohstoffkosten, ein zunehmender Konkurrenzdruck im harten nationalen wie internationalen Wettbewerb sowie immer mehr staatliche Regulierung und Bürokratie belasten die Ertragslage vieler der über 200 industriellen Hersteller deutscher Süßwaren und Knabberartikel. Ein riesiger Kraftakt, vor allem für mittelständische Unternehmen, sei die Umstellung auf die neuen europäischen Kennzeichnungsvorgaben der Lebensmittel-Informations-Verordnung (LMIV) gewesen. Die Süßwarenbranche stehe auch 2015 vor großen Chancen und Herausforderungen. Die größte Sorge bereitet den Herstellern weiterhin die angespannte Situation auf den Rohstoffmärkten und die starke Handelskonzentration, heit es im Jahresrückblick aus Bonn.