Mittwoch, 7. Dezember 2022
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Technologiezentrum Teltow: meldet ersten Spatenstich für «TBL»

Nuthetal. (igv) Die Technologiezentrum Teltow GmbH wird mit Unterstützung aus der Gemeinschaftsaufgabe «Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur» und damit aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, des Bunds und des Landes Brandenburg in Bergholz-Rehbrücke das Technikum für Biotechnologie und pflanzliche Lebensmittel errichten. Zukünftiger Nutzer wird das Institut für Getreideverarbeitung sein.

Das Vorhaben ist wirtschaftliche, wissenschaftliche und technische Grundlage für die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der IGV GmbH und damit ein Beitrag zur weiteren Entwicklung des IGV als außeruniversitäre Forschungseinrichtung, heißt es aus Nuthetal bei Berlin.

Das «Technikum für Biotechnologie und Pflanzliche Lebensmittel» (TBL) soll die apparative Basis des IGV in Richtung auf großmaßstäbliche Pilotprozesse ausbauen, damit auch derartige Aufträge übernommen werden können. Daraus werden für die Zukunft wesentliche Umsatzsteigerungen erwartet, die die Basis für eine beständige wirtschaftliche und wissenschaftliche Weiterentwicklung des IGV schaffen sollen.

Für die Lebensmittel verarbeitende Industrie will das IGV hier umfassende Forschung und Entwicklung für den gesamten Bereich der Getreideverarbeitung und der energetischen und stofflichen Nutzung von Mikroalgen anbieten. Als einzige unabhängige Forschungseinrichtung in Deutschland auf diesem Gebiet sollen industrienahe Forschung und Entwicklung im Technikumsmaßstab für kleine und mittelständische Unternehmen europaweit angeboten werden.

Das neue Gebäude wird mit einem Gesamtaufwand von etwa drei Millionen Euro bis Mitte 2010 fertig gestellt. Es wird über etwa 1.500 Quadratmeter Nutzfläche verfügen, davon etwa 300 Quadratmeter Labore.

Etwa 40 Prozent der Baukosten sollen aus Fördermitteln bestritten werden, für den anderen Teil der Mittel hat der Landkreis Potsdam-Mittelmark sein Tochterunternehmen Technologiezentrum Teltow GmbH mit dem entsprechenden Eigenkapital von zwei Millionen Euro ausgestattet.

Das IGV ist ein privatwirtschaftliches Forschungs- und Entwicklungsunternehmen mit etwa 90 Mitarbeitenden, das sich seit Jahrzehnten auf dem Gebiet der Nahrungsmittelwirtschaft, der Verarbeitung pflanzlicher Rohstoffe und inzwischen auch der Verwertung von Mikroalgen für energetische Zwecke und für die Biomasseerzeugung (Kraftstoff, Futtermittel, CO2-Verwertung) einen national und international herausragenden Ruf erarbeitet hat.

Mehr als drei Viertel der Umsätze werden aus Verträgen mit Auftraggebern aus der Wirtschaft erarbeitet, darüber hinaus werden eigene Grundlagenforschungen und Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für öffentliche Auftraggeber bearbeitet.

Das IGV ist im Landkreis ein wesentlicher Teil des Wissenschaftsstandorts Bergholz-Rehbrücke, der sich seit langem im Bereich Life Sciences profiliert hat.

Das Gebäude wird eine hohe Nutzungsflexibilität aufweisen, um Anpassungen an die technische Entwicklung und nötigenfalls auch an andere Nutzungskonzepte zu gestatten. Es besteht aus einer multivalent nutzbaren Halle, einem ebenerdigen Werkstattbereich und einem Büro- und Laborbereich.

Seitens der ILB wurde das Vorhaben als zuwendungsfähig eingestuft, die Genehmigung für einen vorzeitigen Vorhabensbeginn liegt vor. Der Bauantrag ist eingereicht.

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