Freitag, 23. Februar 2024
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Tirol: Bäckerei Rudigier muss saniert werden

Innsbruck / AT. (ksv) Die Bäckerei Rudigier aus dem Tiroler Oberinntal ist in finanzieller Bredouille. Inhaber ist Ferdinand Rudigier aus Haiming, wo auch das Unternehmen seit 1990 seinen Sitz hat. Unter dem Aktenzeichen 19S108/14a hat das Landesgericht Innsbruck ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet, berichtet der österreichische Kreditschutzverband KSV 1870. Zum Masseverwalter wurde demnach der Rechtsanwalt Dr. Erich Pfanzelt aus Telfs bestellt. Die Prüfungs- und Berichtstagsatzung sowie die Sanierungsplantagsatzung wurden mit 16. Februar 2015 festgelegt. Die Geschichte der Bäckerei, die heute 18 Dienstnehmer und vier Filialen zählt, geht zurück bis 1960. Der Hauptgrund der Insolvenz ist laut KSV in der wachsenden Konkurrenz von Billiganbietern von Brot und Gebäck zu suchen. An Verbindlichkeiten dürften rund eine Million Euro aufgelaufen sein. Ein Teil dieser Verbindlichkeiten ist auf der Betriebsliegenschaft pfandrechtlich besichert, sodass von unbesicherten Verbindlichkeiten in diesem Verfahren von rund 640.000 Euro auszugehen sei. Der Masseverwalter wird zeitnah zu prüfen haben, ob eine Fortführung des schuldnerischen Betriebes ohne weitere Nachteile für die Gläubiger überhaupt möglich ist. Die Schuldnerin hat bereits einen Sanierungsplanantrag bei Gericht eingebracht. Zur Erlangung der Restschuldbefreiung bietet die Schuldnerin den Gläubigern eine Quote in Höhe von 20 Prozent, zahlbar in zwei Jahren. Es handelt sich dabei um das gesetzliche Mindestangebot an die Gläubiger. Ob dieses Angebot überhaupt angemessen respektive finanzierbar ist, werde sich erst zeigen müssen, heißt es aus Tirol.

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