Dienstag, 29. September 2020
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Totalschaden: Großbrand vernichtet Pfalzgraf Konditorei

Pfalzgrafenweiler. (pkg / div) In Folge eines Großbrands am Pfingstwochenende wurde ein Großteil der Pfalzgraf Konditorei GmbH zerstört. Die rund 350 Feuerwehrleute, die die ganze Nacht brauchten, um den Brand überhaupt unter Kontrolle zu bekommen, sprachen schnell von einem Totalschaden. Verletzte gab es keine. Ersten Schätzungen zufolge liegt der materielle Schaden weit in zweistelliger Millionenhöhe. Die Brandursache wird von der Polizei und von Sachverständigen derzeit noch ermittelt, was wohl einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Gegründet 1964 von Marlene und Roland Brünz als kleiner Familienbetrieb, legte das Unternehmen über die Jahre ein rasantes Wachstum hin. 1985 wurde Pfalzgraf auf die Beine gestellt, heute europaweit einer der führenden Produzenten von Tiefkühl-Konditoreierzeugnissen. Geschäftsführender Gesellschafter ist Dirk Brünz. Wie das Unternehmen aus dem Regierungsbezirk Karlsruhe mitteilt, verfügt es über ein externes Fertigwarenlager und ist daher aktuell noch lieferfähig. Telefonisch ist Pfalzgraf aufgrund des Brandes derzeit nicht erreichbar. Bestellungen können aktuell nur per E-Mail unter kundenservice@pfalzgraf.de getätigt werden. Um Kontrakte mit namhaften Kunden weiter erfüllen zu können – unter anderem LSG Sky Chefs und McDonalds – ist Pfalzgraf auf der Suche nach kurzfristig verfügbaren, alternativen Produktionsmöglichkeiten. Als der Brand ausbrach, waren keine Mitarbeitenden vor Ort. Allerdings sollen Externe mit Reparaturen an oder in verschiedenen Gebäudeteilen beschäftigt gewesen sein. Dem Brand zum Opfer gefallen ist auch das neue Produktions- und Verwaltungsgebäude, das die TK-Konditoren erst vor wenigen Jahren in Betrieb genommen hatten (siehe WebBaecker 23/2009). Nach Angaben des «Schwarzwälder Boten» investierte Pfalzgraf vor eineinhalb Jahren schon wieder kräftig in Erweiterungen. Und der jüngste Neubau, in diesem Frühjahr fertiggestellt, soll kurz vor der Inbetriebnahme gestanden haben. Den ausführlichen Bericht im «Schwarzwälder Boten» gibt es hier zu lesen.