Donnerstag, 29. September 2022
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Totschlagargumente und Killerphrasen in der Praxis

Bremerhaven. (eb) Baff und erstaunt haben Sie sich bestimmt schon das eine und das andere Totschlagargument gefallen lassen. Was soll man auch sagen, wenn sich Ihr Team just in dem Moment querstellt, in dem Sie zwar voller guter Ideen stecken, die aber nicht umsetzen können mangels aktueller Entscheidungsgrundlagen. Mangels Bereitschaft Ihres Teams. Beliebter Klassiker: «Das haben wir schon immer so gemacht.» Noch bevor Sie Luft holen und den Einwand loswerden können, nach dem man «anders» wenigstens probieren könnte, folgt der Blattschuss: «Der Kunde will das so!»

Totschlagargumente sind laut Wikipedia inhaltlich nahezu leere Argumente, also Scheinargumente, bloße Behauptungen oder Vorurteile, von denen der Sprecher annimmt, dass die Mehrheit der Diskussionsteilnehmer entweder mit ihm in der Bewertung übereinstimmt oder keinen Widerspruch wagt, weil dies in der öffentlichen Meinung auf Ablehnung stoßen kann.

Eng verwandt mit Totschlagargumenten sind Killerphrasen. Die bemühen sich nicht mal mehr um höfliche Scheinargumente, sondern bringen unmittelbar und unmissverständlich zum Ausdruck, dass der Phrasierende ein Gespräch, eine Diskussion oder einen kreativen Prozess für beendet erklärt.

Beide Arten von Phrasen haben das gleiche kommunikative Ziel, nämlich den Gegner mundtot zu machen und jedes lösungsorientierte Denken zu verhindern respektive zu unterbinden. Stattdessen soll der aktuelle Zustand aufrechterhalten werden. Wappnen Sie sich: Die Definition von Wikipedia zählt die beliebtesten Totschlagargumente und Killerphrasen auf. Diese Liste müssen Sie nicht auswendig lernen. Es reicht, wenn Sie sie vergrößern und mit zur nächsten Teambesprechung nehmen. Damit sind beide Diskurs-Killer von vornherein enttarnt und die Chancen auf einen offenen und kreativen Dialog steigen deutlich.

Zurück zu Ihren Kunden, für die Sie nur das Beste wollen: Totschlagargumenten und Killerphrasen aus dem Kreis Ihres Teams entgehen Sie unter anderem auch dadurch, in dem Sie Kundenwünsche regelmäßig prüfen. Testen Sie Produkte gezielt durch Umfragen und Angebote – auch innerhalb Ihres Teams. Hören Sie zu. Sprechen Sie mit Ihren Kunden zum Beispiel via Internet oder bei betrieblichen Veranstaltungen und Jubiläen. Fallen Sie nicht auf das herein, womit Ihre Leute Ihnen schmeicheln wollen. Finden Sie nüchtern heraus, was Ihre Kunden wirklich wollen. Dank dieser Selbstkontrolle wird es Ihnen gelingen, auch weiterhin Schritt für Schritt ein Quentchen besser zu werden und ein konstant hohes Niveau zu halten.

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