Freitag, 14. Juni 2024
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Trend: Deutschlands Innenstädte boomen

Köln. (ehi) Ob gemütlich bummeln oder gezielt einkaufen – die Kunden zieht es in die City. Selbst Lebensmitteldiscounter und Möbelmärkte entdecken die Innenstadt. So eröffnete Aldi jüngst eine Filiale an der luxuriösen Königsallee in Düsseldorf und Ikea im Zentrum von Hamburg-Altona. Rund 80 Prozent des Einzelhandels finden heute in den Innenstädten statt, die grüne Wiese hat deutlich an Anziehungskraft verloren, schreibt das EHI Retail Institute aus Köln. Das zeigt sich demnach auch in der Entwicklung der Shopping-Center. «Der Handel folgt den Menschen und diese haben die Innenstadt neu entdeckt. Diese Re-Urbanisierung treibt die Entwicklung neuer Ladenkonzepte voran. Das fängt bei der Immobilie und beim Storedesign an und reicht bis zu neuen Produkt- und Dienstleistungsangeboten», sagt Marco Atzberger, Experte für Handelsimmobilien und Mitglied der Geschäftsleitung beim EHI. 76 Prozent aller in den letzten drei Jahren in Deutschland eröffneten Center befinden sich in den Innenstädten. In den beginnenden 90er Jahren haben nur 24,5 Prozent der Center-Betreiber den Schritt in die Innenstadt gewagt. In der zweiten Hälfte der Dekade waren es bereits 44,8 Prozent. Die Konzentration des Einzelhandels auf die Innenstädte geht einher mit der Entwicklung der Verkaufsflächen. Nach langen Jahren des Wachstums sind die Verkaufsflächen in 2012 mit rund 122 Millionen Quadratmetern auf dem Vorjahresstand geblieben.