Freitag, 14. Mai 2021
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Umsatz der gewerblichen Wirtschaft im März 7,2% über Vor-Covid-Niveau

Wiesbaden. (destatis / bmwi) Der Umsatz der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland ist im März 2021 gegenüber dem Vormonat deutlich gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, erhöhte sich der nominale (nicht preisbereinigte) Umsatz saison- und kalenderbereinigt gegenüber Februar 2021 um 5,7 Prozent. Seit dem Tiefpunkt im April 2020 ist der Umsatz der gewerblichen Wirtschaft – abgesehen von einem zwischenzeitlichen Rückgang im Januar 2021 – damit kontinuierlich gestiegen. Im März 2021 lag er 7,2 Prozent über dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.

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Diese Entwicklung zeigt der Frühindikator für die Konjunkturentwicklung der gewerblichen Wirtschaft, der aus den monatlichen, noch unvollständig vorliegenden Umsatzsteuervoranmeldungen ermittelt wird. Er ermöglicht frühzeitige Aussagen zur Umsatzentwicklung, noch bevor die amtlichen Ergebnisse aus den Erhebungen nach Wirtschaftsbereichen vorliegen. Die gewerbliche Wirtschaft umfasst die Bereiche Industrie, Energie- und Wasserversorgung, Bau, Gastgewerbe sowie Handel und Dienstleistungen.

Die Umsatzentwicklung für Februar 2021 gegenüber dem Vormonat wurde anhand der vollständigen Daten von 0,1 Prozent um 0,7 Prozentpunkte nach oben auf 0,8 Prozent revidiert.

Bundesregierung legt Frühjahrsprojektion vor

Die Bundesregierung rechnet in der aktuellen Frühjahrsprojektion für das Kalenderjahr 2021 mit einem preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 3,5 Prozent. Das sagte Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie (BMWI), bei der Vorstellung der Projektion in Berlin. Für 2022 erwartet die Bundesregierung im Zuge des Aufholprozesses einen weiteren Zuwachs von 3,6 Prozent. Der Projektion der Bundesregierung liegt die Annahme zugrunde, dass die weitreichenden Maßnahmen zur Beschränkung der sozialen Kontakte im öffentlichen Raum zum Schutz von Gesundheit und Leben im Lauf des zweiten Quartals 2021 graduell gelockert werden können. Danach erwartet die Projektion eine deutliche Erholung der Binnenwirtschaft und der privaten Konsumausgaben. Zudem zeigen sich – trotz des anhaltenden Infektionsgeschehens – vor allem die Industriekonjunktur und das außenwirtschaftliche Umfeld als wichtige Impulsgeber im laufenden Jahr.

Bundesminister Peter Altmaier (BMWI): «Die Frühjahrsprojektion ist ein Mutmacher trotz der aktuell ernsten Infektionslage. Die umfassende und schnelle Unterstützung der Bundesregierung wirkt. Die deutsche Wirtschaft wird in diesem Jahr um 3,5 Prozent wachsen. Spätestens 2022 werden wir unsere alte Stärke wieder erreicht haben. Unsere Wirtschaft ist stark, robust und startklar für den Neustart».