Sonntag, 28. November 2021
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Valora Holding: Aus Back-Factory wird BackWerk

Muttenz / CH. (vh) Die Valora Gruppe hat die angekündigte Akquisition des in Deutschland ansässigen Snack-Profis Back-Factory erfolgreich abgeschlossen. Damit verstärkt sie ihre Positionierung unter den bundesweit größten Gastronomie-Unternehmen. Dem Kauf folgt die Übernahme des bisherigen Firmensitzes von Back-Factory und dessen organisatorische Integration in Valora: Die Marke Back-Factory soll über die Zeit in das Format BackWerk überführt werden. Damit profitiert die deutsche Food-Service-Plattform von Valora von Synergien und Skaleneffekten.

Seit dem 01. November 2021 gehört Valora gemessen am Vorkrisen-Niveau zu den Top-5 der deutschen Gastronomie-Unternehmen respektive Systemgastronomen. Das Bundeskartellamt hat dem Kauf der Snacking-Anbieterin Back-Factory ohne Auflagen zugestimmt. Valora erwirbt Back-Factory mit über 80 Verkaufsstellen vom Gründer Harry-Brot GmbH, dem größten Backwarenhersteller in Deutschland.

Back-Factory über die Zeit in das Backgastronomie-Format BackWerk überführen

Mit Back-Factory erweitert Valora ihre Food-Service-Plattform in Deutschland, in welche heute die Marken BackWerk und Ditsch integriert sind. Es ist vorgesehen, die Marke Back-Factory über die Zeit in das Backgastronomie-Format BackWerk zu überführen und dieses damit weiter zu stärken. Dabei wird die Umstellung von Sortiment, Markenauftritt und Franchiseverträgen in mehreren Schritten erfolgen. Zunächst wird dabei inhaltlich das Angebot aufgewertet und den Gästen ein Mehrwert geschaffen. Erst danach soll das äußere Erscheinungsbild mit einem Rebranding auf die Marke BackWerk angepasst werden. Das Selbstbedienungskonzept von Back-Factory mit dem großen Angebot an kalten und warmen Snacks ist dabei jenem von BackWerk so artverwandt, dass Valora vom Gelingen dieses Prozesses überzeugt ist.

Valora zählt heute bereits mehr als 340 BackWerke in Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz. Dank der komplementär gelegenen Back-Factory Standorte dringt sie mit ihrem Food-Service-Angebot nun in weitere deutsche Innenstädte vor. Darüber hinaus verfügt Back-Factory im Bereich von digitalem Self-Checkout heute schon über eine hoch innovative Lösung. Valora beabsichtigt, auch BackWerke mit dieser Technologie auszustatten.

Bisheriger Geschäftsführer von Back-Factory wird Franchisepartner

Die Back-Factory Stores werden aktuell etwa hälftig als Franchisebetriebe und Eigenstellen geführt. Wie bei BackWerk setzt Valora künftig konsequent auf selbständige Unternehmerinnen und Unternehmer und wird die Eigenstellen an Franchisenehmende übergeben. Dabei wird Peter Gabler, bisheriger Geschäftsführer von Back-Factory, selbst als Franchisepartner eine wichtige Rolle einnehmen.

«Peter Gablers Engagement ist ein großer Vertrauensbeweis», sagt Karl Brauckmann, Managing Director der Geschäftseinheit Valora Food Service Deutschland. «Auch sonst ist die Nachfrage seitens bestehender Back-Factory sowie BackWerk Franchisenehmender und aus dem Markt für Existenzgründerinnen und -gründer jetzt schon gut. Aufgrund des attraktiven Standortportfolios von Back-Factory sind wir überzeugt, dass so Kontinuität im Storebetrieb sichergestellt ist.»

Stellenzuwachs in Essen und Synergien mittelfristig zu erwarten

Zudem wird die Verwaltungsorganisation von Back-Factory in Hamburg perspektivisch in jene von Valora Food Service Deutschland in Essen integriert. Weitere erhebliche Synergien und Skaleneffekte ergeben sich aus Einkauf und Logistik. Auch hier wird die Zusammenlegung angestrebt.

Insgesamt rechnet Valora mittelfristig mit Synergien in Summe von rund CHF 3 Millionen pro Jahr. Trotz einmaliger Integrationskosten erwartet Valora zudem, dass die Back-Factory Akquisition einen positiven Ebit-Beitrag in 2022 liefern wird.

«Unsere Marktkenntnis, unser Know-how im Franchising und unsere Aufstellung in Essen als Plattform-Organisation machen uns zur idealen Erwerberin – stets bereit und offen, weitere Food-Marken zu integrieren. Wir freuen uns sehr, jetzt die Back-Factory Geschäfte gemeinsam mit den Mitarbeitenden im Netzwerk konsequent weiterzuentwickeln», sagt Thomas Eisele, CEO Valora Food Service (Foto: Valora).