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Vapiano: setzt auf Expansion und Digitalisierung

Köln. (vao) Die Vapiano SE hat im Geschäftsjahr 2017 ihre Umsatz- und Ertragsprognose sowie ihre Expansionsziele vollständig erreicht und damit ihren Wachstums- und Expansionskurs konsequent fortgesetzt. So stieg der Konzernumsatz (Corporate und konsolidierte Joint Venture Restaurants) um 30,6 Prozent auf 324,7 Millionen Euro (2016: 248,6 Millionen Euro). Diese deutliche Umsatzsteigerung resultiert aus den zahlreichen Neueröffnungen, dem starken Wachstum auf vergleichbarer Fläche («like-for-like») und den in 2016 getätigten Akquisitionen in Frankreich und Schweden. Konzernweit stieg der um Neueröffnungen sowie Remodelings bereinigte Umsatz um 4,8 Prozent und erreichte damit nicht nur den oberen Bereich der prognostizierten Bandbreite von 4 Prozent bis 5 Prozent, sondern zugleich das höchste flächenbereinigte Wachstum seit über fünf Jahren. Alle drei geografischen Segmente – Germany (+4,6 Prozent), Rest of Europe (+5,0 Prozent) und Rest of World (+3,9 Prozent) – entwickelten sich sehr erfreulich. Hierzu haben neben dem organischen Wachstum auch die in den Restaurants konsequent umgesetzten strategischen Maßnahmen wie der Ausbau des Take away- und Home delivery-Geschäfts beigetragen.

Das bereinigte Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebitda[1]) als wichtigster Gradmesser der operativen Ergebnisleistung bei Wachstumsunternehmen wie Vapiano stieg im Gesamtjahr 2017 deutlich um 35,8 Prozent auf 38,8 Millionen Euro (2016: 28,6 Millionen Euro). Die bereinigte Ebitda-Marge verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr entsprechend von 11,5 Prozent auf 11,9 Prozent. Der Margenanstieg war einerseits durch die positive Umsatzentwicklung auf vergleichbarer Fläche, andererseits durch operative Exzellenzmaßnahmen und den Ausbau des Take away- und Home delivery-Geschäfts getrieben.

Jochen Halfmann, CEO der Vapiano SE: «Wir blicken zufrieden zurück auf das Geschäftsjahr 2017: Wir sind im Juni erfolgreich an der Börse gestartet und haben bewiesen, dass wir halten, was wir versprechen. Vapiano hat 2017 den Umsatz und das bereinigte Ebitda gesteigert und sein Geschäftsmodell konsequent weiter digitalisiert. Im Geschäftsjahr 2018 werden wir unsere Wachstums- und Expansionsstrategie sowie unsere Digitalisierungs- und Innovationsoffensive zielstrebig vorantreiben und dabei die Profitabilität unseres Unternehmens weiter steigern».

Im Geschäftsjahr 2017 fielen Abschreibungen in Höhe von 41,2 Millionen Euro (2016: 25,5 Millionen Euro) aufgrund der zahlreichen Restaurantneueröffnungen einschließlich höherer Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aufgrund der Akquisitionen von 11,9 Millionen Euro (2016: 6,0 Millionen Euro) sowie hohe nicht operative Einmalaufwendungen von 5,8 Millionen Euro im Zuge des Börsengangs an. In Folge dessen verzeichnete Vapiano im Berichtszeitraum einen Jahresfehlbetrag von 29,6 Millionen Euro (2016: -0,5 Millionen Euro). Der bereinigte Jahresüberschuss lag dagegen mit 3,2 Millionen Euro respektive 0,14 Euro je Aktie in etwa auf Vorjahresniveau.

Durch den Bruttoemissionserlös aus dem Börsengang in Höhe von 85,0 Millionen Euro hat Vapiano die Kapitalbasis nachhaltig gestärkt. Der Konzern führte langfristige und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten von 40 Millionen Euro sowie Gesellschafterdarlehen von 2,6 Millionen Euro zurück. Die Nettoverschuldung ging auf 116,2 Millionen Euro zurück, nach 134,3 Millionen Euro zum 31. Dezember 2016. Zum Jahresende 2017 verfügte Vapiano über Eigenkapital in Höhe von 131,1 Millionen Euro. Dies entsprach einer Eigenkapitalquote von 37,4 Prozent, nach 25,7 Prozent per Ende Dezember 2016.

Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit vor Zinsen und Steuern lag mit 20,7 Millionen auf Vorjahresniveau (2016: 21,5 Millionen Euro). Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit lag aufgrund höherer Investitionen in den Ausbau unseres Restaurantnetzwerks mit 73,0 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahreswert (2016: 31,0 Millionen Euro). Der Nettozufluss aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf 70,9 Millionen Euro (2016: 43,3 Millionen Euro).

In 2017 eröffnete Vapiano weltweit 27 neue Restaurants und baute damit seine internationale Präsenz auf 205 Restaurants in 33 Ländern auf fünf Kontinenten aus. Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen Neueröffnungen in Frankreich und Deutschland sowie der Markteintritt in Dänemark und Spanien mit zwei Restaurants in Kopenhagen und einem Restaurant in Barcelona. Auch der Ausbau des digitalen Geschäfts durch die Implementierung weiterer Take away- und Lieferservice-Stationen verlief erfolgreich und schneller als ursprünglich geplant. Zum Jahresende 2017 waren 76 Restaurants in zehn Ländern und damit rund 37 Prozent des gesamten Restaurantnetzwerks mit entsprechenden Kapazitäten ausgestattet.

Ausblick: Fortsetzung der Expansion und Digitalisierung des Geschäftsmodells

Für das laufende Geschäftsjahr sind weltweit 33 bis 38 neue Vapiano Standorte geplant. Die entsprechenden Mietverträge sind mehrheitlich bereits heute unterzeichnet. Darüber hinaus sollen in 2018 erste Mini Vapiano Piloten gemeinsam mit HMSHost International an Flughäfen und zentralen Bahnhöfen eröffnet werden.

Die Digitalisierung seines Geschäftsmodells wird Vapiano mit dem Take away- und Home delivery-Konzept, der Vapiano People App und den Order Terminals auch 2018 konsequent vorantreiben und so das Gasterlebnis optimieren und neue Umsatzmöglichkeiten erschließen. Das Take away- und Lieferservice-Angebot, welches aufgrund seiner Dynamik das flächenbereinigte Umsatzwachstum des Konzerns unterstützt, soll in 2018 in 75 bis 85 Prozent aller Restaurants verfügbar sein. Vapiano wird zudem die Anzahl der Restaurantpiloten mit Orderterminals weiter ausbauen, um in Stoßzeiten die Wartezeiten zu reduzieren und Gruppen zu ermöglichen, über die synchronisierte Zubereitung der Speisen gemeinsam zu essen. Ferner werden die Funktionen der Vapiano People App in 2018 erweitert.

Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet der Vorstand der Vapiano SE aus heutiger Sicht einen Umsatz zwischen 390 und 420 Millionen Euro und ein flächenbereinigtes Wachstum von 1 Prozent bis 3 Prozent. Das bereinigte Ebitda soll auf 48 bis 54 Millionen Euro steigen.

«Wir haben uns für das laufende Geschäftsjahr 2018 wieder ehrgeizige Ziele hinsichtlich unserer Umsatz- und Ergebnisentwicklung gesetzt. Zugleich bestätigen wir unsere mittelfristige Zielsetzung, unser Restaurantnetzwerks bis 2020 auf bis zu 330 Standorte weltweit auszubauen», so Jochen Halfmann, Vorstandsvorsitzender der Vapiano SE über die weitere Entwicklung des Unternehmens.

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