Montag, 24. Juni 2024
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VEA: EEG-Umlage für Strom aus Eigenerzeugung nur Last

Nürnberg. (vea) Die geplante Belastung der Eigenerzeugung von Strom mit der EEG-Umlage wird entsprechende Investitionen des Mittelstands in Zukunft erheblich verringern. Der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) stellte dieser Tage die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter seinen 4.500 Mitgliedern zur angekündigten EEG-Umlage für die Eigenerzeugung vor. Das klare Ergebnis: Für viele mittelständische Unternehmen ist die Investition in Eigenerzeugungsanlagen mit Blick auf die geplante Reform des EEG derzeit einfach zu riskant. Ab dem ersten August diesen Jahres soll – so heißt es im aktuellen Referentenentwurf zur EEG-Novelle – für jeglichen Strom aus Eigenerzeugungsanlagen eine Umlage von bis zu 4,5 Cent pro Kilowattstunde anfallen. «Die noch im November geäußerten Absichten der Koalitionspartner, die Wirtschaftlichkeit der Eigenerzeugung erhalten zu wollen, stehen in komplettem Gegensatz zu den nun geplanten Änderungen im EEG. Dies sorgt für Unsicherheit, die sich bei mittelständischen Unternehmen allem bei der finanziellen Langzeitplanung bemerkbar macht. Wir schätzen, dass allein die 4.500 Mitglieder des VEA Investitionen in Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro im Bereich Energieeigenerzeugung zurückhalten», sagt VEA-Geschäftsführer Volker Stuke. Von den im Rahmen der VEA-Studie befragten 4.500 Unternehmen nahmen 453 an der Umfrage teil. Davon gab fast ein Viertel an, wegen der angekündigten EEG-Umlage den Bau einer Eigenerzeugungsanlage abgebrochen oder vorerst nicht realisiert zu haben. Der VEA geht aufgrund seiner Erfahrungswerte davon aus, dass die Umfrage einen repräsentativen Charakter für den gesamten Bundesverband hat. Der Rückgang an Investitionsbereitschaft könnte auch Auswirkungen auf die Ziele der Energiewende haben: Allein durch die Nicht-Errichtung von Photovoltaik-Anlagen unter allen VEA- Mitgliedern gehen nach VEA-Schätzungen fast 90 Gigawattstunden Strom jährlich verloren. Lesen Sie hierzu auch das Positionspapier (PDF) des Verbands.