Freitag, 14. Mai 2021
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Vectron Systems AG: Das Geschäftsjahr 2020 im Licht von Covid-19

Münster. (vag) Wie optimistisch die Kassensystembranche kurz vor Beginn der Pandemie in die Zukunft blickte, verdeutlicht beispielhaft die Jahresprognose 2020 der Vectron Systems AG. Die gab im Januar 2020 zu Protokoll, dass sie für das Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von mindestens 50 Millionen Euro bei einer Ebit-Marge im niedrigen zweistelligen Prozentbereich anstrebte. Für 2022 plante die Gesellschaft gar mit Umsatzerlösen von mindestens 100 Millionen Euro und einer Ebit-Marge im mittleren zweistelligen Prozentbereich.

Dann kam Covid-19 und die Prioritäten drehten sich zusehends. Auch die schleppende Umsetzung des Kassengesetzes wird dazu beigetragen haben, dass der führende Anbieter intelligenter Kassensysteme für die Branchen Gastronomie und Bäckerei seinen Optimismus sukzessive kassierte. In seiner letzten Prognose für 2020 schätzte Vectron nur noch einem Umsatz von 25 bis 29 Millionen Euro, also ungefähr auf Vorjahresniveau (2019: 25,4 Millionen Euro). Das Ebitda 2020 taxierte die Gesellschaft auf minus 2,0 bis plus 0,25 Millionen Euro.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses 2020 in diesen Tagen stellen sich jetzt die tatsächlichen vorläufigen Zahlen heraus. Demnach wird das Ebitda minus 2,2 Millionen Euro betragen, also zehn Prozent über der prognostizierten Minusgrenze. Angesichts der Hindernisse, die das Pandemiejahr 2020 in den Weg gelegt hat, kann die Vectron Systems AG mit einem Jahresumsatz von 27,8 Millionen Euro ganz gut leben. Die sind zwar weit entfernt von den ursprünglichen Plänen. Doch sie liegen gut sichtbar über dem Gesamtumsatz 2019.

Trotz der anhaltenden Hindernisse im Zusammenhang mit Covid-19 sei das Geschäftsjahr 2021 sehr zufriedenstellend angelaufen, heißt es aus Münster. Das Management geht davon aus, dass das Ergebnis für das erste Quartal 2021 wieder positiv ausfällt.