Samstag, 31. Oktober 2020
Deutsch Englisch

VK Mühlen: gibt Gewinnwarnung heraus

Hamburg. (vkm) Das Bundeskartellamt hat das Kartellverfahren gegen die VK Mühlen AG und einige ihrer Tochterunternehmen im Zusammenhang mit wettbewerbswidrigen Absprachen im Geschäftsbereich «Weichweizenmehl» gegen Zahlung einer Geldbuße in Höhe von 23,8 Millionen Euro mit Zugang des Bußgeldbescheids am 25. Oktober abgeschlossen. Die VK Mühlen AG hat den Bußgeldbescheid im Rahmen eines Settlement akzeptiert, um das seit mehr als drei Jahren anhängige Verfahren zu beenden und dadurch finanzielle Planungssicherheit zu erlangen. Der VK Mühlen AG ist aufgrund der Kooperation mit dem Bundeskartellamt und mit Blick auf die beschränkte finanzielle Leistungsfähigkeit des Konzerns zugestanden worden, das Bußgeld in fünf Jahresraten zu bezahlen. Die sich aus dem Bußgeld ergebende Ergebnisbelastung wird sich negativ auf das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2010/2011 auswirken. Die im Konzern noch bestehende, mit Rücksicht auf die Kartellverfahren gebildete Rückstellung in Höhe von 16,2 Millionen Euro wird aufgrund des aktuellen Informationsstands für die bislang nicht abgeschlossenen Verfahren in Frankreich und in den Niederlanden benötigt. Der Vorstand rechnet vor diesem Hintergrund für das Geschäftsjahr 2010/2011 mit einem negativen Konzernergebnis vor Ertragsteuern in einer Größenordnung von 30 Millionen Euro, heißt es in einer Ad-hoc-Meldung gemäß § 15 Abs. (1) WpHG aus Hamburg. Die VK Mühlen AG gehört zu 51 Prozent der Leipnik Lundenburger Invest Gruppe (LLI), einem Konzern im Mehrheitsbesitz der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien.

VK Mühlen: gibt Gewinnwarnung heraus

Hamburg. (vkm / eb) Die VK Mühlen AG hat im Geschäftsjahr 2008/2009 trotz weniger Umsatz einen Rekordgewinn erzielt. 7,72 Millionen Euro sollen an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Die Hälfte davon fließt nach Österreich, denn der Marktführer in der deutschen Mühlenwirtschaft gehört zu 51 Prozent zur Leipnik Lundenburger Invest Gruppe (LLI), einem Konzern im Mehrheitsbesitz der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien. LLI darf mit einer Überweisung von knapp vier Millionen Euro aus Hamburg rechnen, wie aus der Einladung zur Hauptversammlung am 17. März (PDF) hervorgeht. Dass der Geldregen anhält, ist indes fraglich. Die Vorstände des Mühlenkonzerns rechnen für das laufende Jahr mit einem erheblichen Ergebnisrückgang. Er könne bis zu einer Halbierung des Konzernjahresüberschusses führen. Grund für die Gewinnwarnung: die allfällig bekannten Untersuchungen des Bundeskartellamts, welches wettbewerbswidrige Absprachen in der deutschen Mühlenbranche vermutet (siehe WebBaecker 49/2009), sowie ein schwächerer Geschäftsverlauf. Der Vorstand der VK Mühlen AG rechnet für das von Oktober 2009 bis September 2010 währende Geschäftsjahr mit einem Verlust von rund elf Millionen Euro. Auf Anraten von Anwälten bildete das Unternehmen im Quartalsabschluss zum 31. Dezember 2009 eine Rückstellung von 15 Millionen Euro. Der Vorstand geht davon aus, dass sich der Rückstellungsbedarf noch signifikant erhöhen wird. Details siehe …