Dienstag, 20. April 2021
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Wasgau Konzern: steigert Gesamtumsatz 2020 um 7 Prozent

Pirmasens. (wag) Die Weltwirtschaft hat durch die Covid-19 Pandemie einen historischen Einbruch im Jahr 2020 erlitten. Zwar wurden die gesundheitspolitischen Eindämmungsmaßnahmen in vielen Staaten von Unterstützungen des Unternehmenssektors begleitet aber dennoch hat die Pandemie zu erheblichen negative Auswirkungen im weltweiten Handel und Dienstleistungssektor geführt.

Die Covid-19 Pandemie und die damit einhergehenden Maßnahmen zur Eindämmung bestimmten die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland.

Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom 14. Januar 2021 ist die deutsche Wirtschaft im Jahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist um 5,0 Prozent geringer als im Vorjahr (Vorjahr plus 0,6 Prozent). Damit ist der Rückgang des BIP nahezu vergleichbar mit der Rezession während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009.

Im Wasgau Konzern wurde im Jahr 2020 ein Umsatz von 583,5 Millionen Euro erzielt. Gegenüber dem Vorjahr mit 545,3 Millionen Euro ist der Umsatz um 7,0 Prozent deutlich gestiegen und lag damit auch über unseren Erwartungen für das Geschäftsjahr.

Die Umsatzentwicklung ist entsprechend der Segmente Groß- und Einzelhandel differenziert zu betrachten.

Die Umsätze mit Dritten im Segment Großhandel sind um -10,5 Prozent von 145,8 Millionen Euro im Vorjahr auf 130,5 Millionen Euro im Berichtszeitraum gesunken.

Der Außenumsatz im Segment Großhandel wird hauptsächlich durch die Cash + Carry Märkte erzielt. Die Umsatzentwicklung im Cash + Carry ist durch die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19 Pandemie in den Monaten März bis Mai sowie November und Dezember erheblich beeinflusst. In der Gesamtjahresbetrachtung ist im Cash + Carry, in Folge der Schließungen in Gastronomie, Hotellerie und dem Veranstaltungsgewerbe, einen Umsatzrückgang von -18,2 Prozent eingetreten. Im Bereich des übrigen Großhandels ist der Umsatz mit Drittkunden um 9,9 Prozent angestiegen.

Der Gesamtumsatz im Segment Einzelhandel mit externen Dritten beläuft sich auf 453,0 Millionen Euro (Vorjahr 399,4 Millionen Euro) und konnte im Berichtszeitraum um 13,4 Prozent gesteigert werden.

Die deutliche Erhöhung der Umsätze ist auch zurückzuführen auf das veränderte Einkaufsverhalten der Verbraucher im Zusammenhang mit der Covid-19 Pandemie. Der dem Kunden nach unserer Auffassung bereits bekannte Leistungsanspruch hinsichtlich Qualität, Regionalität, Service und Preis konnte erheblich ausgebaut werden.

Die Anzahl der Filialen ist mit 73 Märkten zum Jahresende gegenüber dem Vorjahr mit 75 Märkten um 2 Filialen mit jeweils unter 800 Quadratmetern gesunken. Unterjährig wurden sechs Filialen substantiell umgebaut.

In der Stichtagsbetrachtung zum jeweiligen Jahresultimo hat sich die Verkaufsfläche von 104.746 Quadratmeter um 1.000 auf 103.746 Quadratmeter verringert.

Neben dem Umsatz wird als wesentliche Leistungskennziffer das Ebit (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) im Wasgau Konzern betrachtet.

Im Geschäftsjahr 2020 beläuft sich das Ebit, auf der Basis der Gewinn- und Verlustrechnung, auf 16,9 Millionen Euro (Vorjahr 8,1 Millionen Euro) und liegt damit leicht über der zuletzt veröffentlichten Prognose vom 27.10.2020.

Ursächlich für den wirtschaftlichen Erfolg im Berichtszeitraum ist neben der zuvor beschriebenen Umsatzentwicklung auch die Verbesserung der Rohertragsmarge. Diese konnte von 35,0 Prozent auf 35,7 Prozent gesteigert werden.

Der Personalaufwand erhöhte sich von 109,8 Millionen Euro auf 114,3 Millionen Euro um 4,1 Prozent bzw. 4,5 Millionen Euro im Berichtszeitraum. Die Personalaufwandsquote ist mit 19,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 20,1 Prozent geringer. Über Sonderzuwendungen erhielten die Mitarbeiter im Wasgau Konzern zusätzlich Prämien, wegen der Erschwernisse im Arbeitsalltag im Zusammenhang mit der Covid-19 Pandemie, in Höhe von insgesamt 0,9 Millionen Euro

Das Konzernergebnis vor Steuern beläuft sich auf 13,5 Millionen Euro1) (Vorjahr 4,6 Millionen Euro).

Der Konzernjahresüberschuss beträgt 9,1 Millionen Euro (Vorjahr 2,9 Millionen Euro).

Für Neuanschaffungen wurden insgesamt Mittel in Höhe von 18,3 Millionen Euro aufgewendet. Der Hauptanteil der Investitionen entfiel auf den Bereich der Sachanlagen mit 17,5 Millionen Euro. Der größte Umfang an Investitionen entfällt mit 13,4 Millionen Euro auf das Segment Einzelhandel. Die Investitionen wurden aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert.

Das Eigenkapital hat sich von 86,6 Millionen Euro im Vorjahr auf 95,0 Millionen Euro im Berichtszeitraum um 8,4 Millionen Euro, im Wesentlichen durch die positive Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr, erhöht. Die Eigenkapitalquote ist von 25,6 Prozent im Vorjahr, im Wesentlichen durch den Anstieg des Eigenkapitals, auf 28,2 Prozent gestiegen.

Im Kontext der positiven Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2020 schlägt der Vorstand im Rahmen der Gewinnverwendung vor, eine Dividende von 0,24 Euro je Aktie (Vorjahr 0,12 Euro) aus dem Bilanzgewinn an die Aktionäre auszuschütten.

Ausblick 2021

Die Konjunkturprognosen für das Jahr 2021 sind geprägt von dem weiteren Verlauf der Covid-19 Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen.

Die Planung im Wasgau Konzern beruht im Wesentlichen auf der Basis des Jahres 2019, da die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2020 aufgrund der Auswirkungen der Covid-19 Pandemie keine belastbare Planungsbasis für die Prognose der Geschäftsentwicklung in 2021 darstellt.

Unsere Erwartungshaltung für das das Geschäftsjahr 2021 haben wir mit der Ad-hoc Mitteilung vom 26.11.2020 bekannt gegeben.

Die andauernden Unwägbarkeiten aufgrund der Covid-19 Pandemie können die wirtschaftliche, in der Planung abgebildete Situation, und somit die Prognose für das Jahr 2021 beeinflussen. Vor diesem Hintergrund erwarten wir auf der Basis der zuvor genannten Annahmen ein Konzern-Ebit (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) im Korridor von 6,0 bis 8,0 Millionen Euro.