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Wasserstoff im Tank: Bund will Führungsrolle sichern

Berlin. (bmbf) Auf Einladung des Bundesministers für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier, des Bundesministers für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer, der Bundesministerin für Forschung und Bildung, Anja Karliczek sowie des Bundesministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Dr. Gerd Müller diskutierten Anfang November mehr als 700 Teilnehmende die künftige Rolle von Wasserstoff in der Energiewende und für den Klimaschutz. Auch die damit verbundenen industriepolitischen Potenziale in Deutschland und in Entwicklungs- und Schwellenländern wurden erörtert. Die Konferenz gab allen relevanten Akteuren die Gelegenheit, ihre Standpunkte und inhaltlichen Beiträge für eine Nationale Wasserstoffstrategie der Bundesregierung einzubringen. Diese soll Ende des Jahres verabschiedet werden.

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Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier: «Gasförmige Energieträger, vor allem Wasserstoff, werden ein Schlüsselrohstoff einer langfristig erfolgreichen Energiewende sein. Gleichzeitig bietet die Herstellung von CO2-freiem und CO2-neutralem Wasserstoff große industriepolitische Chancen. Diese müssen wir nutzen und bereits heute die Weichen dafür stellen, dass Deutschland bei Wasserstofftechnologien die Nummer 1 in der Welt wird.»

Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer: «Wasserstoff, Brennstoffzelle und Strom bewegen die Zukunft. Wir haben in den vergangenen Jahren viele Studien und Pilotprojekte zu Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie im Verkehr gefördert. Jetzt muss die Automobilindustrie bezahlbare Fahrzeuge auf den Markt bringen und den Menschen zeigen, dass die Technik zuverlässig funktioniert. Unsere Wasserstoff-Strategie soll die Industrie dabei unterstützen.»

Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Michael Meister: «Wasserstoff ist ein ganz zentraler Energieträger der Zukunft. Und Grüner Wasserstoff ist eine Schlüsseltechnologie für die Erreichung unserer Klimaziele. Gleichzeitig bietet die Wasserstofftechnologie der deutschen Industrie enorme Marktchancen. Den Wettlauf um die Nutzung des Wasserstoffs und die Entwicklung der Technologien will Deutschland anführen und deshalb müssen wir das Tempo bei der Nationalen Wasserstoffstrategie erhöhen.»

Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller: «Der Klimawandel ist längst die Überlebensfrage der Menschheit. Wir brauchen eine globale Energiewende, um diese Herausforderung zu meistern. Dazu müssen wir einen Quantensprung hin zu CO2-neutralen, synthetischen Kraftstoffen schaffen. Die großen Mengen an erneuerbaren Energie, die dafür nötig sind, können wir aus der Kraft der Sonne schöpfen, die in Afrika 365 Tage im Jahr scheint. Das kann der Grundstein sein für eine neue Energiepartnerschaft zwischen Europa und Afrika.»

Die Bundesregierung wird bis Ende des Jahres eine Wasserstoffstrategie mit einem Aktionsplan erarbeiten. Auf der Konferenz haben die vier Ministerien ein Papier als Diskussionsbeitrag veröffentlicht (Foto: BMBF – Hans-Joachim Rickel).