Samstag, 31. Oktober 2020
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Westermann: Bäckerei in schwerem Fahrwasser

Bergkamen. (ag) Über das Vermögen der im Handelsregister Hamm eingetragenen PBE Produktionsgesellschaft für Bäckereierzeugnisse mbH mit Sitz in Bergkamen und gesetzlich vertreten durch Geschäftsführer Prof. Dr. Manfred Hunkemöller aus Dortmund hat das Amtsgericht Dortmund das Insolvenzverfahren eröffnet (AZ 253 IN 168/11). Zur vorläufigen Insolvenzverwalterin bestellte das Amtsgericht die Rechtsanwältin Dr. Petra Mork aus Dortmund. PBE steht für den Betrieb einer Bäckerei sowie Verkauf von Bäckereierzeugnissen. Sie gehört zur Westermann-Gruppe, deren Bäckerei Westermann GmbH aktuell 33 Filialen zählt. Vertretungsberechtigte Geschäftsführer der Bäckerei sind Anna Maria Schulte und Helmut Schulte. Die finanziellen Sorgen drücken Westermann im 100. Jahr des Bestehens. Die Wiege des Unternehmens respektive der Gruppe geht zurück auf eine kleine Bäckerei von 1911 im westfälischen Lünen. Auf rund 1.500 Quadratmeter verlagerte Westermann 1995 die Produktion nach Bergkamen. 2009 weihte das Unternehmen ein neues Versand- und Logistikzentrum mit zusätzlichen 1.654 Quadratmetern in Bergkamen ein. Nach Angaben der Regionalpresse zählt die Bäckerei Westermann knapp 100 Mitarbeitende am zentralen Produktionsstandort Bergkamen und etwa 200 Beschäftigte in den Filialen. In Zusammenarbeit mit einem an Fortführung orientierten Verwalter habe Westermann realistische Chancen, die finanzielle Schieflage zu überstehen – sagte PBE-Geschäftsführer Hunkemöller in einer ersten Stellungnahme gegenüber der Tagespresse. Man werde gemeinsam mit dem Betriebsrat alles tun, um die Gesellschaft im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens zu erhalten und möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern.