Samstag, 10. Dezember 2022
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«Wir sind Berlin»: zwei Bäcker über die letzten 20 Jahre

Berlin. (bmp) Ziemlich lang ist die Reportage «So hat man in Ost und West Brötchen gebacken»: 18.000 Anschläge inklusive Leerzeichen – das entspricht in etwa acht bis neun Magazinseiten. Detailliert geht die «Berliner Morgenpost» darin der Frage nach, was einen Kiezbäcker-West und einen Kiezbäcker-Ost vor zwanzig Jahren trennte und bis heute trennt. Andererseits tun sich für die Bäcker Gemeinsamkeiten auf, die beide Urgesteine «so» vielleicht noch gar nicht gesehen haben. Nebenbei berichtet die Reportage von den Aufs und Abs in ihren Unternehmen und der Erkenntnis, dass sie angekommen sind auf einem gemeinsamen, nach wie vor nicht einfachen Berliner Markt. Leider bedient der Artikel das alte Vorurteil, nachdem Ostberliner keine Westbrötchen mögen und umgekehrt. Er vergisst zu erwähnen, dass der Mauerfall gerade für Westberliner Kunden in gewisser Weise eine Offenbarung war. Die waren und sind der kompakten Ostschrippe nicht abgeneigt – ebenso wie einem «richtigen» Berliner Landbrot und den köstlichen Blechkuchen. Ein scharfer, unnachsichtiger Wind pfiff in der Folge durch West- und Ostberliner Betriebe gleichermaßen – wenn auch aus verschiedenen Gründen. Viele schafften die Aufholjagd nicht. Allmählich jedoch scheinen sich Kundenerwartungen und Bäcker-Konzepte angenähert zu haben – der Markt gewährt eine Atempause.
Info: «So hat man in Ost und West Brötchen gebacken»

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