Mittwoch, 7. Dezember 2022
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ZMP: Weniger Hartweizen in Deutschland

Bonn. (zmp) Die Anbaufläche von Durum in Deutschland ist 2008 mit 6.500 Hektar auf dem niedrigsten Stand seit fünf Jahren gefallen. Die Erntemenge von rund 37.000 Tonnen, etwas weniger als 2007, deckte nur acht Prozent des inländischen Bedarfs. Das Gros importieren die Verarbeiter aus EU-Nachbarländern. Was hierzulande erzeugt wird, kommt meist aus Sachsen-Anhalt und Thüringen, berichtet die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP). Während in 2008 horrende Preise für Hartweizen zu berappen waren, hat sich die Situation nun wieder normalisiert. Allerdings ist auch zu befürchten, dass der Anbau, falls keine überzeugenden Preisangebote kommen, weiter reduziert wird. Anders als in Deutschland wurde in den EU-Nachbarländern der Anbau von Durum leicht ausgedehnt. 2008 belief sich die Fläche auf 2,54 Millionen Hektar; knapp vier Prozent mehr als 2006 und 2007. Der Schwerpunkt des Anbaus liegt traditionell in Italien, 2008 wurde Hartweizen dort auf 1,53 Millionen Hektar angebaut. In Spanien erreichte das Areal 0,53 Millionen Hektar, in Griechenland 0,48 Millionen Hektar und in Frankreich 0,43 Millionen Hektar. Dank hervorragender Erträge ernteten die Landwirte in 2008 EU-weit knapp zehn Millionen Tonnen – etwa ein Fünftel mehr als 2007.

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