Dienstag, 18. Juni 2024
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Zukunft gesichert: Lambertz steigt bei Dr. Quendt ein

Dresden. (div) Die Aachener Lambertz Gruppe hat in dieser Woche eine Mehrheitsbeteiligung an der sächsischen Dr. Quendt GmbH + Co. KG übernommen. Die Gruppe hat sich unter Leitung von Inhaber Dr. Hermann Bühlbecker zu einem der führenden deutschen Gebäckhersteller für Jahres- und Saisonartikel entwickelt. 1688 in Aachen gegründet, sind die Produkte der Marken wie Lambertz, Kinkartz, Weiss und Haeberlein-Metzger heute weltweit bekannt. Gegründet 1991, führt Dr. Quendt vor allem Dresdner Christstollen und Russisch Brot im Sortiment. Mit den Christstollen erwirtschaftet der Geschäftsführende Gesellschafter Matthias Quendt rund 50 Prozent des Umsatzes. Zu finden sind die Produkte vornehmlich im bundesdeutschen Lebensmittel-Einzelhandel. 2013 hatte der Geschäftsbericht überraschend einen Umsatzverlust von gut sieben Prozent offenbart. Diese Lücke wiederum stellte die Finanzierung der nachfolgenden Stollensaison infrage, weshalb Dr. Quendt von Banken und anderen Institutionen nahegelegt wurde, nach einem strategischen Investor Ausschau zu halten. Matthias Quendt soll sich bei seiner Suche nach frischem Geld auch an den Freistaat Sachsen gewandt haben – was hier und da in der Regionalpresse nachzulesen war. Alles in allem scheint die Suche nach frischem Kapital jetzt geglückt und die rund 150 Arbeitsplätze in Dresden gesichert. Nach Angaben der Beteiligten gibt es kaum Überschneidungen im Sortiment. Den Fortbestand des Werks in Dresden-Coschütz stellt niemand infrage. Die Auftragslage sei nach wie vor gut. Künftige Potenziale sollen erschlossen werden. «Dr. Quendt» geht zurück auf Dr. Hartmut Quendt, der das Unternehmen 1991 auf den Trümmern des damaligen VEB Dauerbackwaren-Kombinats aufgebaut hatte. Seit 2006 in Verantwortung, gelang es Matthias Quendt sukzessive, Eingang bei fast allen bedeutenden Lebensmittel-Einzelhändlern in Deutschland zu finden.