Donnerstag, 29. September 2022
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«Blipstream»: regelt die Kundenströme im Edeka-Markt

Hamburg. (ez) Abstand zu halten, dazu ist derzeit jeder verpflichtet – auch beim Einkaufen. Um die entsprechenden, derzeit geltenden Regeln einhalten und gewährleisten zu können, hat Edeka einen digitalen Kundenzähler entwickelt. Gemeinsam mit dem Startup «Blipstream» ist es dem Food Tech Campus binnen kurzer Zeit gelungen, eine präzise, automatisierte Lösung zur Kundenzählung anzubieten. Bereits in mehreren Edeka-Märkten im Einsatz, überprüft und dokumentiert der digitale Zähler anhand 3D-Infrarot-Technologie die Anzahl der Marktbesucher. Auf einfache Weise wird so sichergestellt, dass sich nur eine bestimmte Personenanzahl im Markt befindet. Das Produkt überzeugt nicht nur durch hohe Benutzerfreundlichkeit, sondern kann zukünftig auch im Kassenschlangen-Management eingesetzt werden.

Gründer haben eine Idee, Edeka-Experten und Kaufleute die nötige mitunter noch entscheidende, fehlende Expertise. Das ist das Prinzip des Edeka Food Tech Campus. In Kooperation mit Startups entstehen hier seit 2018 Innovationen für den Lebensmittel- Einzelhandel. Eine davon ist «Blipstream»: Ursprünglich entwickelt als Technologie zur Echtzeit-Messung und Vorhersagen von Warteschlangen an der Kasse, hat das Startup «Blipstream», seit 2019 Mitglied, mit dem Edeka Food Tech Campus kurzfristig auf die aktuelle Situation reagiert und den gleichnamigen, digitalen Kundenzähler entwickelt. Ein 3D-Infrarot-Sensor im Eingangsbereich erkennt sich bewegende Objekte und kann zwischen Menschen und Einkaufswagen unterscheiden. Die dahinterliegende Software berechnet mittels «virtueller Schranke» die Laufrichtung und übermittelt die aktuelle Personenanzahl im Markt. Kunden werden beim Betreten des Marktes mittels Ampel darauf hingewiesen, ob sie eintreten können, oder warten müssen. Damit gewährleistet das Produkt die Einhaltung des hierzulande geltenden Mindestabstands.

Gewinn für beide Seiten: Kunden und Kaufleute profitieren doppelt

«Die digitale Kundenzählung hilft nicht nur uns, eine sekundengenaue Übersicht über die Personenanzahl im Markt zu haben. Sie ist auch im Sinne des Kunden, der nicht verpflichtet ist, einen Einkaufswagen zu nutzen.», erklärt Jörg Kunert, Inhaber des E-Center Kunert und einer der ersten, der «Blipstream» einsetzt. «Außerdem können wir schnell reagieren, um Wartezeiten zu reduzieren, indem wir die Kassen passend besetzen». Genau dafür wurde das Produkt eigentlich entwickelt – und kann zukünftig auch entsprechend eingesetzt werden: Die Infrarot-Sensoren befinden sich dann im Kassenbereich und ermitteln Anzahl und Wartedauer der Kunden.

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