Freitag, 23. April 2021
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«Le Pain Quotidien»: Dritter Anlauf könnte erfolgreich sein

Brüssel / BE. (eb) «Le Pain Quotidien: zweiter Anlauf in Deutschland» hieß eine WebBaecker-Meldung von November 2002, in der es um die Bemühungen des belgisch-amerikanischen Franchisesystems ging, hierzulande den sprichwörtlichen Fuß auf den ebenso sprichwörtlichen Boden zu bekommen. Ein erster Versuch bei München war schiefgegangen, weil seinerzeit ein klares Konzept fehlte. Der zweite Versuch von 2002, in Aachen die für die Bäckerei-Restaurant-Kette typische Gemeinschaftstafel zu etablieren – man ahnt es – ging ebenfalls schief. «Der Standort war falsch, die Einrichtung falsch, das Angebot falsch – einfach alles», seufzte ein Chef-Patissier der Kette damals. Heute zählt Le Pain Quotidien (PQ) auf seiner internationalen Website über 90 Filialen, und die großen Tische in jedem «Bakery Café» sind keine Gemeinschaftstafeln mehr, sondern «Common Tables». Bei vielen Anglizismen stehen die Chancen gut, auch in Deutschland was zu werden. Und siehe da: Aus dem Umfeld der Bonner Vapiano AG ist zu hören, dass PQ einen dritten Anlauf wagen will. Wie «Cafe Future» meldet, will die Apeiron Restaurant + Retail Management AG aus München als PQ-Partner in den kommenden sieben Jahren deutschlandweit dreißig Filialen eröffnen. Das erste Restaurant soll noch in diesem Jahr eröffnen – in München. Damit würde sich für Le Pain Quotidien hierzulande in gewisser Weise der Kreis schließen und es bleibt zu hoffen, dass nun auch in Deutschland die Zeit reif ist für ein wirklich gutes Konzept. Der dritte Anlauf könnte den lang ersehnten Erfolg tatsächlich bringen. Denn hinter Apeiron steht Kent Hahne. Ehemals einer der erfolgreichsten McDonalds-Lizenznehmer, ist Hahne zudem einer der Hauptgesellschafter der Vapiano AG und Präsident von Vapiano International.