Dienstag, 4. Oktober 2022
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20191001-KAKAOFRUCHT

Guan Chong Berhad: akquiriert Schokinag Holding GmbH

Kuala Lumpur / MY. (gcb) Die Schokinag Schokolade Industrie GmbH mit Sitz in Mannheim wechselt den Besitzer. Guan Chong Berhad, viertgrößte Kakaomühle der Welt, erwirbt 100 Prozent der Anteile am Schokoladenhersteller und erweitert damit sein Downstream-Geschäft in Europa nach einem kürzlich erfolgten Engagement in Afrika. Der Kaufpreis für Schokinag beträgt 138 Millionen Malaysische Ringgit (MYR), was nach Interbankenkurs am 19. Dezember 2019 etwa 29,9 Millionen EUR entsprach.

«Schokinag wird etwa 40 bis 50 Prozent der Kakaobestandteile aus unserer bevorstehenden Kakaoverarbeitungsanlage in der Elfenbeinküste benötigen», sagt Guan Chong Geschäftsführer und CEO Brandon Tay Hoe Lian. «Dies stellt sicher, dass unsere neue Kakao-Mahlkapazität mit sofortiger Nachfrage gedeckt wird».

Im August 2019 kündigte Guan Chong an, eine Kakaoverarbeitungsanlage an der Elfenbeinküste zu errichten. Dafür investiert das malaysische Unternehmen in den kommenden 18 Monaten rund 280 Millionen MYR oder umgerechnet gut 61 Millionen EUR. Die neue Anlage wird Guan Chongs Produktionskapazität bis zum ersten Quartal 2021 um 60.000 metrische Tonnen pro Jahr erhöhen.

Guan Chong verfügt derzeit über eine kombinierte Mahlkapazität von 250.000 Tonnen pro Jahr, davon 130.000 Tonnen aus den beiden Werken in Pasir Gudang, Johor, und weitere 120.000 Tonnen aus dem Werk in Batam, Indonesien. Schokinags industrielle Schokoladenfabrik hat eine Jahreskapazität von 90.000 Tonnen, während die Kakaoverarbeitungsanlage 7.000 Tonnen Kakaobohnen pro Jahr zu Kakaomasse mahlen kann.

«Mit der Übernahme von Schokinag sind wir strategisch bestens gerüstet, um neue Wachstumsmöglichkeiten im weltgrößten Konsummarkt für Schokolade zu erschließen», ergänzt Tay. «Der jüngste Schritt ist ideal, da wir nicht nur unseren globalen Kundenstamm erweitern wollen, sondern auch unser Angebot an industriellen Schokoladenprodukten mit hohem Mehrwert, um die großen Schokoladenhersteller zu beliefern» (Foto: pixabay.com).

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