Donnerstag, 29. Februar 2024
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Verbände: Gäa tritt Bioland als korporatives Mitglied bei

Mainz. (bl) Die deutsche Bio-Branche rückt ein Stück näher zusammen: Gäa tritt Bioland als korporatives Mitglied bei. Die Delegiertenversammlungen der beiden Verbände haben den entsprechenden Beitrittsvertrag kürzlich gebilligt, die offizielle Aufnahme erfolgt zum 01. Januar 2024. Zwischen beiden Verbänden besteht schon seit 2016 eine enge Partnerschaft.

«Jetzt ist nicht die Zeit für Abgrenzung und Konkurrenz der Öko-Verbände untereinander. Sondern es ist die Zeit für mehr Gemeinsamkeit in der Bio-Branche, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Dieses wichtige Signal sendet der Beitritt der Gäa als korporatives Mitglied zu Bioland», sagt Bioland-Präsident Jan Plagge.

Kornelie Blumenschein, Vorsitzende des Gäa e.V. unterstreicht: «Seit Beginn der Partnerschaft mit Bioland merken wir immer wieder, wie sinn- und wertvoll die enge Zusammenarbeit miteinander ist. Das gilt sowohl für uns Verbände als auch für unsere Verbands-Betriebe und externe Partner. Die Intensivierung der Zusammenarbeit ist daher nur folgerichtig.»

Die korporative Mitgliedschaft bedeutet, dass die Gäa künftig wie ein Landesverband mit Bioland verbunden ist. Sie erhält unter anderem Mandate im Bioland-Hauptausschuss, stellt Delegierte für die Bioland-Delegiertenversammlung und beteiligt sich bei der Richtlinienentwicklung sowie in Fachausschüssen. Die Eigenständigkeit der Gäa bleibt erhalten, sie kümmert sich weiter selbst um Vor-Ort-Dienste wie Beratungsleistungen oder die Aufnahme neuer Mitglieder. Übergeordnete administrative Prozesse werden zum Teil vom Bioland e.V. mit übernommen. Dafür zahlt Gäa an Bioland einen Mitgliedsbeitrag.

Bereits seit 2016 sind Bioland und Gäa Partnerverbände und haben in diesem Zug ihre Wettbewerbsbedingungen angeglichen. Dazu gehören gleiche Richtlinien sowie Zertifizierungsverfahren und ein einheitliches Beitragssystem. Die damalige Idee, gemeinsam besser auf einem hohen Qualitätsniveau die zunehmende Nachfrage im Markt zu befriedigen, wird mit der noch engeren Verbindung unterstrichen.

«Wir bilden bereits seit sieben Jahren eine Wertegemeinschaft und treten gemeinsam ein für einen zukunftsfähigen ökologischen Landbau, der Rücksicht auf Tier, Natur und Mensch nimmt. Durch die engere Verzahnung miteinander bilden wir neue Synergien, erhalten mehr politisches Gewicht und schaffen zusätzliche Marktchancen für unsere Betriebe», ergänzen Blumenschein und Plagge in einer gemeinsamen Stellungnahme.

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