Donnerstag, 18. Juli 2024
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Agrana: nimmt Kartoffelfaser-Produktion auf

Wien / AT. (ab) Dieser Tege nimmt die Agrana Beteiligungs-AG in der Kartoffelstärkefabrik Gmünd die Veredelung von Kartoffelfasern zu einem hochwertigen Ballaststoff auf. Ballaststoffe sind unverdauliche Bestandteile in unserer Nahrung und unverzichtbar für eine gesunde Ernährung. Sie gelten als schnelle Sattmacher, senken Blutzucker- und Blutfettwerte, binden giftige Stoffe im Körper und sorgen für eine gesunde Darmflora. Ballaststoffe werden in vielen Lebensmitteln wie Backwaren, Erfrischungsgetränken und Fleischerzeugnissen eingesetzt.

«Bisher blieb die in der Kartoffelstärkeherstellung nebenbei anfallende Pülpe ungenutzt. Mit der Investition in eine Kartoffelfaser-Aufbereitungs- und Trocknungsanlage gewinnen wir die ballaststoffreiche Kartoffelpülpe in Lebensmittelqualität zur Kalorienreduktion. Dadurch verwerten wir in Gmünd ab sofort 100 Prozent des wertvollen Kartoffelrohstoffs», sagt Agrana-Generaldirektor Johann Marihart. Diese Investition im Werk Gmünd ist Teil eines 40 Millionen Euro betragenden Projekts, womit auch eine Erhöhung der Tagesverarbeitung von 1.600 auf 2.000 Tonnen Kartoffeln erfolgt ist.

In Österreichs einziger Kartoffelstärkefabrik in Gmünd wird Stärke nicht nur für den Lebensmittelbereich hergestellt, sondern auch für technische Anwendungen wie zum Beispiel in der pharmazeutischen Industrie und der Kosmetikindustrie. In Gmünd werden auch Kartoffeln aus biologischer Landwirtschaft zu Bio-Stärke, Bio-Verzuckerungsprodukten sowie Bio-Kartoffeldauerprodukten, etwa Püree, Kartoffelteigmischen und Säuglingsnahrung, verarbeitet. Insgesamt erzeugt Agrana Gmünd über 300 verschiedene Stärkeprodukte.