Dienstag, 21. Mai 2024
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Digitale Endgeräte: Neu denken statt neu kaufen

Hamburg. (vzhh) Weniger als ein Fünftel der Leute in Deutschland hat schon mal ein digitales Endgerät auf dem Zweitmarkt gekauft. Dabei machen Verbrauchende beim Kauf von Secondhand-Elektronik wie Smartphones überwiegend gute Erfahrungen. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Befragung der Verbraucherzentralen. Der Kauf gebrauchter Technik kann helfen, wertvolle Ressourcen zu sparen, die Umwelt zu schützen und das Klima zu schonen.

«Nachhaltig konsumieren heißt auch, Dinge aus zweiter Hand zu kaufen», erklärt Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg. «Mittlerweile gibt es ein großes Secondhand-Angebot an Mobiltelefonen, Tablets oder Notebooks.» Aber nur 19 Prozent der Deutschen geben an, schon mal gebrauchte, erneuerte oder generalüberholte digitale Endgeräte gekauft zu haben.

Vor allem Smartphones werden gebraucht gekauft

Die am häufigsten gekauften Elektronikartikel in einem «nicht neuen» Zustand sind Smartphones. 65 Prozent der Befragten haben bereits ein solches Gerät erworben. Laptops respektive Notebooks (32 Prozent) und Tablets (27 Prozent) folgen auf den Plätzen zwei und drei. In den meisten Fällen werden die Elektronikgeräte online von gewerblichen Händlern, mit einer zugesicherten Garantie und in einem generalüberholten Zustand gekauft. «Generalüberholt steht für professionell aufbereitete Produkte, die zwar gebraucht sind, aber technisch einwandfrei funktionieren», sagt Rehberg. «Sie werden in der Regel von sogenannten Refurbished-Plattformen oder Renewed-Shops angeboten.»

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Hohe Zufriedenheit beim Kauf von Technik am Zweitmarkt

Mit 91 Prozent hat eine deutliche Mehrheit der Verbrauchenden gute oder sogar sehr gute Erfahrungen beim Kauf von Secondhand-Technik gemacht. Positiv werden zum Beispiel das gute Preis-Leistungs-Verhältnis sowie der überzeugende, in manchen Fällen sogar neuwertige Zustand der Geräte bewertet. Die meisten sagen, mit der Qualität der Ware und deren zugesicherten Eigenschaften zufrieden gewesen zu sein. Auch der gute Kundenservice der Händler wird genannt. «Reklamationen, etwa wegen der Lieferung eines defekten Geräts, scheint es nur selten zu geben», berichtet Rehberg.

Geld zu sparen gegenüber einem teuren Neukauf, ist für drei Viertel der Kaufenden (75 Prozent) ein wichtiger Grund, technische Geräte aus zweiter Hand zu erwerben. Für etwas mehr als ein Drittel (37 Prozent) spielen zudem die Aspekte Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz eine Rolle.

Bedenken beim Kauf gebrauchter Digitalgeräte

Den positiven Erfahrungen derjenigen, die schon mal ein gebrauchtes digitales Endgerät erworben haben, stehen jedoch viele Bedenken von Verbrauchenden gegenüber, die am Zweitmarkt noch unerfahren sind. Aus deren Sicht sprechen vor allem Unklarheiten zum Zustand der Produkte und ihrer Restlebenszeit gegen den Kauf von Secondhand-Technik. Darüber hinaus werden fehlende Software-Updates für ältere Digitalgeräte als Manko angesehen. Für 63 Prozent der befragten Personen kommt ein Gebrauchtkauf am Zweitmarkt für Technik zurzeit eher nicht in Frage.

«Es müssen noch mehr Menschen davon überzeugt werden, Gebrauchtes überhaupt als Kaufoption in Erwägung zu ziehen», erklärt Rehberg anlässlich der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit. Die ständige Weiterentwicklung von technischen Geräten treibt den Konsum an. Deren Produktion kostet Rohstoffe, benötigt Energie und verursacht Emissionen. Über 20 Millionen Smartphones werden allein in Deutschland jedes Jahr verkauft.

Nachhaltige Alternativen zum Neukauf von Technik

Anlässlich der am 18. September beginnenden Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit haben die Verbraucherzentralen für Menschen, die nachhaltige Alternativen zum Neukauf technischer Geräte suchen, nützliche Informationen zusammengestellt und einen Podcast veröffentlicht (Grafik: VZHH).