Home > Markt + Unternehmen > Aryzta AG: Umsatz sinkt durch Covid-19 um 21 Prozent

Aryzta AG: Umsatz sinkt durch Covid-19 um 21 Prozent

20170327-AEHRENBROT

Zürich / CH. (eb) Die schweizerisch-irische Aryzta AG veröffentlichte in dieser Woche die Finanzergebnisse für das dritte Quartal (Q3/2020), das nach Rechnung der Großbäcker am 30. April endete. Die Einnahmen sind erheblich von der Covid-19-Pandemie beeinflusst – allerdings nicht so stark wie von außen befürchtet. Der Konzern hat zudem wirksame Maßnahmen ergriffen, um die aktuell schwierigen Marktbedingungen zu mildern, sagt der Konzern in seiner Stellungnahme.

Q3/2020 Leistungsübersicht

  • Der Konzern meldete für das Quartal einen Umsatz von 644,2 Millionen Euro, was einem organischen Rückgang von (21,5) Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2009 entspricht, da die Auswirkungen von Covid-19 den Umsatz in diesem Zeitraum, insbesondere in der zweiten Märzhälfte und im April, beeinträchtigten.
  • Die Gruppe reagierte schnell auf das veränderte Verbraucherumfeld. Das Hauptaugenmerk lag auf dem Schutz der Mitarbeiter und der Unterstützung unserer Kunden, während wir gleichzeitig eine starke Liquiditätsposition in dieser sehr herausfordernden Periode aufrechterhielten.
  • Seit Mitte März ergriff die Gruppe entschiedene Maßnahmen zur Maximierung der Liquidität und zur Kostensenkung, was zu einer erhöhten Liquidität seit Beginn der Krise führte.
  • Die Handelsmuster im 3. Quartal entsprachen bis zum 15. März den Prognosen. Seit diesem Datum verschlechterten sich die Marktbedingungen und -aussichten jedoch drastisch, was zu einer negativen organischen Umsatzentwicklung von (49) Prozent im April führte. Es ist nun klar, dass Covid-19 einen wesentlichen Einfluss auf die Leistung der Gruppe im GJ-2020 haben wird. Wir können die Konsequenzen, die sich aus dieser Situation ergeben werden, noch nicht vollständig abschätzen, da die kurz- und längerfristigen Auswirkungen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vollständig abgeschätzt werden können.
  • Die Handelsbedingungen im Monat Mai haben einige frühe Anzeichen einer Erholung erkennen lassen und zeigen nun drei aufeinander folgende Wochen mit verbesserten Einnahmen, die zu einer organischen Entwicklung von etwa (33) Prozent gegenüber dem Vorjahr führen. Verbesserungen waren insbesondere im QSR und in den Einzelhandelskanälen zu verzeichnen, während der Foodservice aufgrund anhaltender Beschränkungen in Schlüsselmärkten weiterhin gedämpft bleibt.
  • Im April beauftragte der Vorstand von Aryzta Rothschild + Co mit einer Überprüfung aller strategischen und finanziellen Optionen, die der Gruppe zur Verfügung stehen, um den Wert zum Nutzen aller Interessengruppen der Gruppe zu maximieren. Es wird erwartet, dass die Überprüfung spätestens Ende Juli 2020 abgeschlossen sein wird.

Kommentar der Geschäftsführung

Hauptgeschäftsführer Kevin Toland: «Covid-19 ist beispiellos und hat das Leben von Menschen auf der ganzen Welt beeinflusst. Die Pandemie wird auch einen wesentlichen Einfluss auf die Leistung der Gruppe im Jahr 2020 haben. Bei Aryzta haben wir zwar der Gesundheit und Sicherheit unserer Kollegen, Kunden und Lieferanten Priorität eingeräumt, aber wir haben auch entschiedene Maßnahmen ergriffen, um das Unternehmen und unsere Barmittel zu schützen. Unser Umsatz im dritten Quartal wurde durch die Pandemie stark beeinträchtigt, doch unsere Einrichtungen und Produkte sind so positioniert, dass sie sich erholen und wettbewerbsfähig sind, wenn sich die Volkswirtschaften stabilisieren und zum Wachstum zurückkehren. Unser Management konzentriert sich darauf, unsere Kunden in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen und gleichzeitig den Wert unserer Vermögenswerte zu erhalten». Für weitere Informationen lesen Sie bitte das englischsprachige Original auf bakenet:eu (Foto: pixabay.com).