Freitag, 14. Juni 2024
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HWK Dresden: Bundespräsident Gauck würdigt das Handwerk

Dresden. (hwk) 407 Meister, darunter 51 Frauen, aus dem Einzugsbereich der Handwerkskammer Dresden erhielten in der Messe Dresden ihre Meisterbriefe. Den Absolventen wurde die Ehre zuteil, dass Bundespräsident Joachim Gauck als Festredner an der Veranstaltung teilnahm. Es war die erste Meisterfeier, an der Gauck innerhalb seiner Amtszeit teilnahm. Gauck legte den Meister/innen lebenslanges Lernen ans Herz, denn «Erfolg begegnet Menschen, die nicht stehenbleiben». Gleichzeitig appellierte er an die Verantwortung der neuen Meister/innen – und das «über das Erreichen schwarzer Zahlen» hinaus – sich für die Gesellschaft und für das Gemeinwesen einzusetzen. Dazu gehört für den Bundespräsidenten auch die Ausbildung junger Leute: «In Deutschland haben wir mit dem dualen Ausbildungssystem ein bewährtes Modell. Wenn wir unsere Spitzenposition bei der Ausbildung erhalten wollen, brauchen wir eine nachrückende Generation, die Bewährtes fortführt, aber zugleich die Lehrmethoden und Inhalte auf den Prüfstand stellt». Er ermutigte die jungen Meister/innen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Denn allein in den kommenden zehn Jahren stünden bundesweit 200.000 Handwerksbetriebe vor der altersbedingten Übergabe, davon rund 3.000 im Kammerbezirk Dresden. Zum Abschluss seiner Festrede nannte der Bundespräsident den Meisterbrief ein «Versprechen für die Zukunft». Wer ihn habe, könne vieles meistern. Ein Grußwort überbrachte auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich. Eine gute Ausbildung von Handwerkern sei der Schlüssel für ein innovatives Handwerk, sagte Tillich. «Deshalb setzt sich die neue sächsische Staatsregierung dafür ein, dass der Meisterbrief als Qualifikationsnachweis im Handwerk erhalten bleibt». Unter den 407 Absolventen waren 26 Handwerksberufe vertreten. Nach den Kraftfahrzeugtechniker mit 59 frisch gebackenen Meistern folgten auf der Hitliste gleich die Bäcker (38) vor den Elektrotechnikern (37).